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Irgendwie nutze ich diesen Blog seit Wochen nur noch, um Beiträge zu posten, die ich bei diversen Wettbewerben eingereicht hatte, aber die liebe Zeit …

Aber sei’s drum — der diesjährige (letztjährige?) Winter-One-Page-Content, veranstaltet von Greifenklaue und Würfelheld, geht dem Ende entgegen, denn so langsam werden die Gewinner bekanntgegeben. Ich bin irgendwo in den „B“-Rängen gelandet, also jenseits von Platz 13, aber man kann ja auch nicht immer auf dem Treppchen stehen *lach*. Gut, der Beitrag war jetzt nicht sonderlich innovativ, also kann ich damit durchaus zufrieden sein — schließlich war ich ähnlich visionär, wie die beiden Organisatoren (die ja das Thema des Wettbewerbs von „Winter“ im letzten einfach zu „Frühling“ in diesem Jahr geändert haben) und habe den letztjährigen Beitrag einfach noch mal in etwas abgewandelter Form eingereicht …🙂

Also tatsächlich mal wieder Zeit, einen Wettbewerbsbeitrag zu posten:

Das „Grimoire of Love“ ist der zweite Teil einer vierbändigen Zauberbuchreihe des gnomischen Magiers Ben Banabonobokuru.

Historie: Der besagte Magier war zu gleichen Teilen verrückt wie genial nachdem er bei der Erstellung des „Grimoire of Ice“ aus Versehen einen Elementargeist des Wassers in den Seiten des Buches gefangen hatte, verfasste er im Anschluss daran ein weiteres Buch mit Zaubersprüchen und magischen Theorien – eben das „Grimoire of Love“. Der Band sollte als Wiedergutmachung für die Qualen dienen, welche er mit seinem ersten Buch auf die Welt losgelassen hatte.

Seither ging das Buch durch viele Hände und blieb dabei immer nur für kurze Zeit bei seinem jeweiligen Besitzer – weil diese, aufgrund der merkwürdigen Dinge, die ihnen geschahen, das Buch für verflucht hielten und schnell loswerden wollten. Letztendlich wurde es zusammen mit seinem letzten Besitzer begraben und könnte so in den Besitz der Spielercharaktere gelangen.

Erscheinungsbild: Bei dem Buch handelt es sich um einen unhandlichen Folianten, etwa 25 × 40 cm groß, etwa 15 cm dick und ungewöhnlich schwer, was unter anderem daran liegt, dass es in die Rinde eines exotischen Hartholzbaumes gebunden ist. Die Oberfläche ist schwarz, sehr rau und rissig, die Ecken des Buches sind mit dicken Beschlägen aus Kupfer verstärkt. Nirgendwo auf dem Einband steht der Titel des Buches, dieser findet sich ausschließlich in kupfernen Lettern auf der ersten Seite.

Das Buch vermittelt bei Berührung eine wohlige Wärme, die man weniger auf der Haut sondern vielmehr im Herzen spürt – man wird sofort ein wenig ausgeglichener und zufriedener …

Inhalt: Das Grimoire enthält theoretische Abhandlungen über Magie, mit dessen Hilfe der Anwender freundlicher und charismatischer wirken und somit einfacher Freundschaften schließen kann. In den Seiten versteckt sind auch einige Zauber aus der Schule der Bezauberung, so dass das Buch eine sehr schöne Gelegenheit für den Spielleiter darstellt, das Repertoire seiner Magier um solche Zauber zu ergänzen. Außerdem enthält das Buch noch ein Rezept für einen (jedoch wirkungslosen) Liebestrank.

Fähigkeiten: Der Benutzer des Buches kann einmal pro Tag die Sprüche Person bezaubern, Pracht des Adlers und Einflüsterung auf Zauberstufe 6 wirken, indem er das Buch in der Hand hält und spezielle Worte daraus rezitiert.

Die wahre Natur der Dinge: Hier kommt nun Bens Verrücktheit ins Spiel – während es bei seinem ersten Grimoire noch ein unglücklicher Zufall war, dass der Geist eines Wasserelementars in dem Buch gefangen wurde, ging er bei seinem zweiten Werk sogar vorsätzlich zu Werke und sperrte den Geist eines guten Feenwesens in das Buch. Eigentlich tat er dies mit guten Absichten, um die Intelligenz des Feenwesens für die Zwecke des Buches zu nutzen, aber natürlich ging dieser grausame Akt nach hinten los …

Nichneven, so der Name des Feengeistes, war von der Einkerkerung – gelinde ausgedrückt – nicht gerade begeistert. Zuerst hat sie natürlich versucht, aus dem Buch zu entkommen, da dies unmöglich schien hat sie jedoch schnell resigniert. Seither ist ihre einzige Motivation, den jeweiligen Besitzer des Buches mit allerlei Schabernack zu ärgern – oder besser gesagt: andere Leute dazu zu bringen, den Besitzer des Buches zu ärgern …

Die Werte: Das Buch hat IN 15, WE 10 und CH 15 und kann die Gemeinsprache, Elfisch und die Sprache der Feen sprechen (Nichneven hält sich jedoch meist zurück, um nicht ihre wahre Natur zu offenbaren). Es verfügt über Dunkelsicht (18m) und kann jede der drei Fähigkeiten des Buches – Person bezaubern, Pracht des Adlers und Einflüsterung – einmal pro Tag anwenden. Das Buch ist von chaotisch guter Gesinnung und hat ein Ego von 7.

Durchschnittliche Bezauberung; ZS 6; Wundersamen Gegenstand erschaffen, Person bezaubern, Pracht des Adlers, Einflüsterung; Marktpreis ca. 25.000 GM, Gewicht 8 Pfund.

Selbstbeherrschung: Nach jedem Streich, den Nichneven ihrem Besitzer spielt, muss ihr eine einfache Weisheitsprobe gegen Schwierigkeitsgrad 7 gelingen, oder es ist ein leises Kichern aus dem Buch zu vernehmen, so dass man ihr mit der Zeit auf die Schliche kommen kann.

Plotideen: Da es sich bei ihrem Gefängnis ja um das „Grimoire of Love“ handelt, ist Nichneven sarkastischerweise dazu übergegangen, ihren Besitzer mit übermäßig vielen ungewollten Romanzen zu nerven. Dabei versucht sie zuerst, das „Beuteschema“ ihres Besitzers herauszufinden und dies anschließend umzukehren. So wird zum Beispiel ein männlicher Mensch, der eigentlich auf etwas füllige Frauen steht, plötzlich reihenweise von extrem dürren Frauen belagert, oder von Männern oder Zwerginnen (oder dürren, männlichen Zwergen). Hier helfen Nichneven sehr schön die Fähigkeiten des Buches, die sie zu diesem Zweck einsetzen kann, indem sie ihre Ziele bezaubert oder ihnen einflüstert, dem Besitzer des Buches nachzustellen und ihm / ihr Avancen zu machen.

Der Grad der SC-„Entnervung“ kann durch verschiedene Komplikationen noch gesteigert werden:

Es wollen mehrere Ziele gleichzeitig das Herz des Besitzers erobern, wodurch dieser nirgendwo mehr vor irgendwelchen NSC sicher ist, die ihm den Hof machen möchten. Ein männlicher Charakter könnte sich so zum Beispiel mitten in einen „Zickenkrieg“ wiederfinden, während ein weiblicher Charakter plötzlich zum Gegenstand eines Duells zwischen einem eingebildeten Liebhaber und seinem Gegenspieler werden könnte.

Die Avancen der Tochter des Grafen abzulehnen könnte einen Charakter in arge Erklärungsnot bringen.

Und dann war da ja auch noch die Sache mit dem eifersüchtigen und sehr gewalttätigen Ehemann …