Über mich

Ich kam 1986 zum Rollenspiel, als mein Bruder mir zu Weihnachten die rote D&D-Basis-Box schenkte. Schnell waren drei Freunde zusammengetrommelt (ja, ungelogen, wir waren tatsächlich ein Kämpfer, ein Kleriker, ein Magier und ein Dieb!) und mein Bruder führte uns durch die erste Spielsitzung. Danach waren wir dann auf uns allein gestellt und es kam, wie es kommen musste: wer die Box hat, der muss leiten! Seither bin ich Feuer und Flamme für dieses Hobby und „mache“ seit 25 Jahren den Dungeon Master, mal mit mehr, mal mit weniger Motivation.

Wir spielten unsere erste D&D-Kampagne fast 14 Jahre lang, in den ersten Jahren mit häufig wechselnder Besetzung (hauptsächlich um die Frage zu klären, wen aus der Schule man wohl noch für dieses Hobby begeistern könne). Danach waren wir sehr lange Zeit nur zu dritt – zwei Spieler und ich als DM – und hatten teilweise recht abstruse Konstrukte, wie zum Beispiel einem Pool aus neun(!) SC pro Spieler, aus denen diese dann die „Party“ für das aktuelle Abenteuer zusammenstellen konnten. (Würde ich heute in dieser Form wohl nicht mehr machen, ein Charakter pro Spieler reicht auch bei kleinen Gruppe aus, aber das nur am Rande …) Zugrunde ging das Ganze dann daran, dass am Ende zu viele neue (und unerfahrene) Spieler mit niedrigstufigen Charakteren in das eingespielte Dreiergespann (wir waren mittlerweile in der türkisen Box angelangt!) eingedrungen sind.

Also alles zurück auf null (oder besser gesagt: auf eins) – eine neue Kampagne musste her, und jeder startete mit gleichen Voraussetzungen auf Stufe 1. Wir gönnten uns außerdem ein Upgrade auf AD&D 2nd. Zwei Kampagnen zogen wir in den nächsten sieben Jahren durch: in der ersten spielten alle Charaktere Zwerge (o.k., die Gruppe hatte auch einen Gnom dabei), in der zweiten verkörperten die Spieler Mitglieder einer Diebesgilde. Die letztere Kampagne endete dann leider frühzeitig und unerwartet mit einem klassischen TPK – nur ein Charakter überlebte, aber das auch nur, weil dessen Spieler an diesem Tag nicht anwesend war …

Die nächste Kampagne erfuhr dann wiederum ein Upgrade (auf D&D 3.5) und läuft nun seit 2007. Darüber aber an anderer Stelle mehr.

Zum Abschluss noch schnell ein kurzes Wort zur Selbstverteidigung, bevor ich in eine Schublade gesteckt werde, in die ich nicht hinein möchte: neben (A)D&D in drei verschiedenen Versionen stehen in meinem Schrank auch noch ein paar Regalmeter GURPS, Ars Magica, Shadowrun, Engel und viele andere Dinge (ich gucke auch häufig mal über den Tellerrand, was es sonst so an interessanten Spielen gibt – zur Zeit finde ich FATE und Savage Worlds sehr spannend). Vieles davon ist gelesen, aber das allerwenigste zu meiner Frustration wirklich gespielt, höchstens mal „probegespielt“, da ich meine Gruppe zu nichts anderem als „(High) Fantasy mit D&D-Regeln“ überreden kann. Und dass, obwohl eigentlich keiner meiner Spieler Dungeon Crawls mag. Verrückte Welt …

Über Doctore Domani

Nein, Doctore Domani ist nicht der Name meines ersten Charakters. Dieser hieß Albert und begann als „klassischer“ D&D-Dieb. Im Laufe der Jahre, als sowohl der Charakter wie auch der Spieler reifer wurden, wurde er dann jedoch zu einem Diplomaten „umgebaut“.

Doctore Domani ist vielmehr der Name eines ehemaligen Spielercharakters aus meiner laufenden Kampagne. Es handelte sich um einen dickbäuchigen, älteren, grauhaarigen Gelehrten, technisch gesehen ein Magier, der einige Kenntnisse in verschiedenen Wissenschaften ansammeln konnte. Leider ist der Spieler dieses SC jedoch aus beruflichen Gründen nach Süddeutschland gezogen, so dass Doctore Domani ein NSC unter meiner Kontrolle wurde. Als solcher dient er den anderen SC nun als „Backoffice“ und kümmert sich um deren Ressourcen, erledigt notwendige Forschungsarbeiten und Recherchen, beschafft Informationen und ist kurzum Anlaufpunkt für alle Sorgen der SC, die ich aus Zeitgründen nicht innerhalb einer Spielsitzung ausgespielt haben möchte.

3 Gedanken zu “Über mich”

  1. Backalive sagte:

    Ein umfassendes ‚Über mich‘. Findet man selten. Ich kam auf diese Seite wegen des Spielberichts zum Spielbericht des Dungeonslayers-Abenteuer ‚Herr der Ratten‘ und dem TPK.

    Eine Frage hätte ich noch, falls das nicht zu indiskret ist, vielleicht steht es sogar irgendwo und ich habs nur überlesen, aber ist Doctor Domani weiblich oder männlich?

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