[Königsmacher] SL-Kommentare zu Teil 2 Monat 11/4711

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Der Neth (der „November“) 4711 war relativ ruhig und kennzeichnet gleichzeitig die „Halbzeit“ der einjährigen Phase, in welcher sich die Charaktere nur auf die Verwaltung ihres neuen Reiches konzentrieren sollen.

Wie immer fing der Monat mit einer Ratssitzung an, die diesmal mit einer Warnung von Jiro Goldenbourgh, dem Kämmerer, eröffnet wurde. Er musste nämlich feststellen, dass die Ausgaben zum Bau von Gebäuden, Geländeverbesserungen und Expansionen die Einnahmen bei weitem überstiegen und rief einen allgemeinen Bau- und Expansionsstopp aus. Er schlug vor, nur noch Gebäude zu bauen, die explizit die Fixkosten senken oder die Einnahmen erhöhen, oder die Geldgebern vertraglich zugesichert worden waren.

Daher beschloss man nur …

  • weitere Bauernhöfe zu errichten,
  • ein Botschaftsgebäude in Steinstieg zu erwerben, da man vertraglich vereinbart hatte, mit dem Haus Medwjed einen Botschafter auszutauschen,
  • der Kirche der Barmherzigen Brüder zu erlauben, in Hauerburg einen Kräuterkundler zu errichten (so erhält man trotzdem noch ein neues Gebäude, ohne etwas dafür bezahlen zu müssen),
  • Swetlana Leweton auf eigenen Wunsch aus dem Amt der Beraterin zu entlassen und das Amt demnächst mit dem Bürgermeister von Hauerburg zu besetzen, da dieser sowieso „nah am Volk“ sei; demzufolge wird Aldus Escryk neuer Berater.

Swetlana erinnert den Rat auch noch einmal daran, dass die SC aufgrund des Vertrages mit der Stadt Restow die Verantwortung für den Schutz von Olegs Handelsposten übernommen hätten, und dass die im ersten Teil des Abenteuerpfades zusammen mit Kesten Garess eingetroffenen Stadtwachen Ende des Monats abgezogen würden. Worum man sich als Herrscher nicht alles kümmern muss … der Rat beschließt auf jeden Fall, mittels Aushängen 4-6 Freiwillige in Hauerburg zu finden, die Olegs Handelsposten bewachen möchten.

Wie so häufig werden auch in diesem Monat mehrere NSC eingeführt. Mittlerweile ist meine Liste von NSC 72 Einträge lang – das erreicht ja fast Ausmaße wie bei George R. R. Martin …

Zum einen sind die Charaktere noch auf der Suche nach einer Person, die sie als Botschafter nach Steinstieg zum Haus Medwjed schicken könnten. Garth, der Erste Spion, wird im Wirtshaus von Hauerburg auf den Barden Ruben Gudhall aufmerksam, der ein wenig deplatziert wirkt – spielt er doch eher elfische und sylvanische Liebesballaden anstatt Musik, die die eher „kernige“ Klientel des Ladens nach einem harten Arbeitstag hören möchte. Schnell erweist er sich als aussichtsreicher Kandidat, da er neben passenden Sprachkenntnissen auch bereits an den Höfen von Adlerwacht, Silberhalle und Neu Stetven musizierte und sich mit Adel und Politik recht gut auszukennen scheint. Tatsächlich war dieses zufällige Aufeinandertreffen der Charaktere mit Ruben im Wirtshaus natürlich nicht zufällig, sondern von langer Hand eingefädelt – Ruben ist ebenfalls ein Mitglied der Gezahnten Legion (den Überresten der paramilitärischen Geheimpolizei des Hauses Rogarwia), die auf diese Weise versuchen möchte, einen Spion an prominenter Stelle im Haus Medwjed zu positionieren, der gleichzeitig noch vollen Zugriff auf die Kommunikation zwischen dem Haus und Korliagast hat …

Lady Jerribeth Vellara wirft noch eine zweite Kandidatin ins Rennen, ihre Großnichte Jennifer Vellara. Sie ist ein wenig das Schwarze Schaf in ihrer Familie und eckt ab und zu an, da sie sich trotz fortgeschrittenen Alters von mittlerweile 35 Jahren strikt weigert zu heiraten, was ihren eher patriarchischen Vater ziemlich erzürnt. Lady Vellara möchte Jennifer daher ein wenig aus der Schusslinie ihres Vater bugsieren – und was wäre da angebrachter als eine diplomatische Mission weit weg von zu Hause …?!

Auf der anderen Seite stellt sich Ivan Medwjed den Charakteren vor, der spiegelverkehrt als Botschafter des Hauses Medwjed in Korliagast fungieren soll. Es handelt sich um einen 19-jährigen Jungspund, der von seinem Vater ausgeschickt wurde, um sich hier zu beweisen (oder, wie er es ausdrückte, „zum Mann zu werden“). Ivan ist komplett unsicher auf dem politischen Parkett, tritt von einem Fettnäpfchen ins nächste und jagt allem hinterher, was einen Rock trägt. So war er sich nicht zu schade, gleich am ersten Tag sowohl Lialda, der Ersten Diplomatin, als auch Herrscherin Korva Avancen zu machen – dummerweise mit dem gleichen billigen Spruch: so lobte er nicht nur Lialdas smaragdgrüne Augen, sondern auch Korvas himmelblaue.

Dumm nur, das Korva braune Augen hat, zumindest, wenn man ihren Charakterbogen fragt.

Als sie jedoch an diesem Abend in den Spiegel blickte, blickten tatsächlich himmelblaue Augen zurück. Ein kleiner Schock für Korva, was natürlich mit ihrem persönlichen Charakterplot und ihrem Mal zu tun hat …

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