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Nachdem wir uns etwas länger mit den Tagträumereien der Spieler bzw. ihrer Charaktere bezüglich der Signaltürme und der Frage nach den Sichtweiten aufgehalten hatten, wurde in dieser Spielsitzung dann natürlich auch noch ein wenig gespielt. Zu Beginn standen aber noch ein paar organisatorische Dinge auf dem Plan. So machte sich General Stryke auf die Suche nach einem Zimmermann, den er beauftragen wollte, am anderen Ufer des Hauerwassers unterhalb der Klippen einen Anleger zu bauen. Augenscheinlich spielt Strykes Spieler schon etwas konkreter mit dem Gedanken, dort einen Wachturm oder gar ein eigenes Kastell zu errichten, und trifft erste Vorbereitungen, damit er dort mit seinem Boot anlegen kann – was doppelt spannend ist, da Stryke bisher keinen einzigen Fuß auf sein Boot gesetzt hat …

Zudem wurden Landvogt Akiros Ismort und seine Landsknechte damit beauftragt, die Schätze aus dem Zwergenlager zu bergen und nach Hauerburg zu bringen – die zusätzlichen 10 Baupunkte können der Schatzkammer wirklich helfen.

Aber die SC hatten „Hummeln im Hintern“ und machten sich sofort am nächsten Tag wieder auf den Weg. Tatsächlich wurde dann auch Larko Glanzstahl gefragt, ob er die Gruppe weiterhin begleiten möchte, um vielleicht eine zweite Geschichte über die Abenteurer und ihre Erlebnisse zu schreiben, was dieser begeistert aufnahm. Er musste natürlich noch seinem aktuellen Dienstherrn, dem Entdecker und Tausendsassa Jubilost Narthroppel, entsprechend Bericht erstatten, da dies aber schnell ging, konnte er sich bereits am Abend der Gruppe anschließen.

Man machte sich wieder auf in Richtung des alten Zwergenlagers auf der anderen Seite des Gurdin, um dort weiter die Gegend zu erkunden. Abends am Lagerfeuer wurde Larko dann gebeten, seine bisher zu Papier gebrachte Geschichte vorzulesen – allerdings stieß sie bei den Zuhörern auf keinerlei Gegenliebe, zu drastisch waren die grammatikalischen und sprachlichen Fehler (ich hatte einfach mal eine ungeübte Probe auf Auftreten gemacht und mit einer 1 ziemlich gepatzt). Aber die Charaktere halfen ihm dabei, sein Epos „Über die Königsmacher von Hauerburg“ sprachlich aufzupolieren.

Was die Erkundung der Kamelande anging, ging es auf der anderen Seite des Gurdin erst einmal zurück Richtung Hauerwasser und von dort zum Kerzensee, so dass die Charaktere nun ein gutes Gefühl dafür haben, wie groß die beiden Seen eigentlich sind. Da ich die Verbindung zwischen den beiden Wasserflächen als relativ flach, aber schnell fließend und steinig beschrieben hatte, wurden sogar schon Pläne geschmiedet, ob man nicht einen Kanal bauen könnte, um die beiden Seen miteinander zu verbinden, um so den Wasserweg komplett schiffbar zu machen …

Wieder einmal übernachteten die Helden am Ufer des Kerzensees, konnten von hier aus sogar die Insel mit dem alten Wachturm erkennen, sahen in der Nacht aber keine Lichter von dort (und auch zu Zufallsbegegnungen am Ufer kam es nicht). Dafür erreichte man am nächsten Tag jedoch die Schlammgruben, um für das Kräuterweib Elga Verniex die Schwarzen Klapperkappen zu suchen – und der dort entbrennende Kampf mit dem Tentakulus (Begegnung P) hatte es dann aber in sich …

Ich war aber auch ein wenig fies. Ich hatte die Token der Charaktere auf der Battlemap so weit vom Gegner entfernt platziert, dass sie sich außerhalb der giftigen Dämpfe befanden. Nach Beschreibung der Szenerie hat dann jedoch nur Korvas Spielerin tatsächlich gesagt, dass sie etwas näher an den Tümpel herangeht, um die Pilze dort zu untersuchen und zu gucken, ob es die gesuchten Klapperkappen sind. Natürlich wurde sie sofort vom Tentakulus attackiert, als sie die Pilze näher begutachtete, während der Rest der Gruppe weit abseits stand und beim Näherkommen mit schwierigem Gelände zu tun hatten.

Ich konnte also meine Angriffe erst einmal auf die Klerikerin konzentrieren, hatte in den ersten Runden aufgrund schlechter Würfe und guter Rüstungsklasse aber leider kaum Erfolg. Ich sah meinen taktischen Vorteil schon schwinden, da die anderen Mitglieder der Gruppe bereits immer näher kamen und anfingen, das Pilzwesen mit Zaubersprüchen zu bombardieren, konnte dann aber doch noch ein paar gute Treffer landen, die Klerikerin sogar zu mir hochziehen und eine Verschlingen-Attacke anbringen, aber bevor ich die gute Herrscherin dann tatsächlich hinunterschlucken konnte, hatten Stryke und Lialda der Pflanze den Garaus gemacht. Aber es war knapp für Korva, sie hatte nur noch wenige Trefferpunkte übrig und kam gerade noch so mit dem Schrecken davon.

Man sammelte noch diejenigen Klapperkappen ein, die durch den Kampf nicht zertrampelt worden waren, heilte sich so gut es ging und nahm noch Teile des Tentakulus für die Forschungen mit, die Lialdas Mutter gerade über Pflanzenwesen anstellte. Danach kehrte man an das Ufer des Kerzensees zurück, wo sich Korva erst einmal gründlich waschen wollte. Es war außerdem mal wieder Zeit für eine Rast – und wieder mal lagert die Gruppe in gefährlichem Terrain …