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Bevor wir während der nächsten Spielsitzung „in medias res“ gehen konnten, haben wir relativ lange ein Gedankenspiel verfolgt, das die Spieler und ihre Charaktere gerade umtreibt. Während ihrer Erkundung der Kamelande auf der anderen Seite des Gurdin hatte die Gruppe ja bereits zwei Stellen ausfindig gemacht, die gut zu verteidigen waren – die eine oberhalb der Klippen am gegenüberliegenden Ufer des Hauerwassers, die andere beim Lager der Zwerge. Nicht nur, weil ich angemerkt hatte, dass ich einer eventuell an diesen Stellen stehenden Geländeverbesserung des Typs „Wachturm“ oder „Kastell“ einen Bonus von +1 auf den Verteidigungswert geben würde, wurde darüber diskutiert, ob zu einem späteren Zeitpunkt das Reich mit einem Netzwerk aus Wachtürmen überzogen werden könnte, so dass man mittels Signalfeuern schnell Nachrichten austauschen könnte. Dabei ist die Frage aufgekommen, wie weit man eigentlich von solch einem Wachturm aus gucken könnte, wie nah (oder weit) die Türme also beieinander stehen müssten.

Wir kamen recht schnell auf die Idee, dass man dies eigentlich mit dem Satz des Pythagoras ausrechnen können müsste, aber eine genauso schnelle Suche im Internet führte uns zu einer recht ausführlichen Darstellung des Problems auf der wikipedia-Seite zum Thema Sichtweite. Interessant hier die sog. Geodätische Sichtweise, die das Ganze letztendlich auf die einfache Formel

s 3,57 h

reduziert, wobei s = Sichtweite und h = Augenhöhe entspricht – klare Sicht vorausgesetzt.

Das Ganze jedoch mit unserer Erde als Grundlage. Ein schneller Blick in das Grundregelwerk von Starfinder offenbart jedoch (auf Seite 431), dass Umfang und Masse Golarions mit denen unserer Erde identisch sind, womit die Formel dann auch für die Pathfinder-Welt Gültigkeit hat.

So kann ein Gnom oder ein Halbling (Augenhöhe ca. 1m) in der Ebene also etwa 3,6 Kilometer weit gucken, während ein Mitglied eines mittelgroßen Volkes (Augenhöhe ca. 2m) schon etwa 5 Kilometer weit gucken kann.

Von einem 10 Meter hohen Wachturm aus kann man also etwa 11 Kilometer weit gucken, steht dieser dann noch auf einer 30 Meter hohen Klippe, sind es schon 22 Kilometer. So können die Spieler also leicht ausrechnen, wie weit man von den errichteten Wachtürmen aus gucken kann, um zu wissen, wo denn der nächste Turm stehen muss, bzw. falls diese an vorher festgelegten Stellen stehen sollen, können sie berechnen, wie hoch die Türme sein müssen, damit sie sich gegenseitig sehen.

Zur einfacheren Referenz hier eine Tabelle mit Augenhöhen und entsprechenden Sichtweiten:

Tabelle_Sichtweiten

 

Und als Makro in roll20 sieht das Ganze so aus:

Sichtweite bei Höhe [[ ?{Augenhöhe|2} ]]m beträgt [[ round( 3.57 * ( ?{Augenhöhe|2} ** 0.5 )) ]]km