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Die Artikelserie [Und danach?] richtet sich vornehmlich an meine Spieler, denen ich auf diesem Weg die neuen Systeme vorstellen möchte, die ich mir als mögliche Ablösung für unsere laufende D&D 3.5-Kampagne herausgesucht habe. Ich hoffe jedoch, dass auch andere Leser sie zumindest ein wenig interessant finden werden.

Ich muss jedoch dazu sagen, dass ich die meisten Systeme, die ich hier vorstelle, bisher entweder gar nicht oder nur probeweise (zum Beispiel auf Cons oder Spielertreffen) gespielt habe. Die Infos resultieren aus dem Lesen der entsprechenden Regelwerke und/oder Settings, was aber ggf. auch schon ein paar Jahre her sein kann, oder aus Drittinfos aus dem Netz. Trotz großer Bemühungen um Korrektheit kann ich also nicht ausschließen, dass sich Fehler eingeschlichen haben — wer welche findet oder andere Dinge anmerken möchte, die ihm für das System wichtig erscheinen, kann mir gerne einen Kommentar hinterlassen.

Nun gut, „Systemvorstellung“ ist jetzt nicht mehr ganz richtig, das System „Savage Worlds“ hatte ich ja bereits letzte Woche vorgestellt, jetzt geht es um das Setting „Deadlands Reloaded“.

Wie immer stelle ich das System anhand von sieben Fragen vor, obwohl es strenggenommen diesmal eigentlich nur fünf sind …

Um welches Genre geht es?

Weird West – abgedrehter Horror im Wilden Westen (mit Anleihen aus Fantasy, Steampunk und Pulp).

In was für einer Welt spielen wir?

Auch hierbei handelt es sich um eine Alternativweltgeschichte – der Amerikanische Bürgerkrieg war leider nicht im Jahr 1865 zu Ende, jetzt, im Jahre 1879, hat sich jedoch ein brüchiger Waffenstillstand etabliert. Die Konföderation hat ihre Unabhängigkeit erstritten, aber auch die Ureinwohner konnten eigene Territorien zurückerobern. Kalifornien ist durch ein Erdbeben zerborsten; in den Schluchten fand man einen als „Geisterstein“ bekannten Supertreibstoff, der für allerlei Maschinen nützlich ist. Mächtige Eisenbahnbarone liefern sich einen Krieg um die Fertigstellung der ersten transkontinentalen Eisenbahnstrecke. Und die Zeitungen berichten von Monstern, die plötzlich auftauchen, und von Toten, die sich erheben. Und mit den Monstern kam auch die Magie zurück …

Wen oder was spielt ihr?

Da wo Monster auftauchen sind natürlich Helden nicht weit, seien es blitzschnelle Revolverhelden, kartenschleudernde Huckster, Indianerkrieger oder -schamanen, mutige Gesetzeshüter oder verschlagene Kriminelle, Glücksritter, Goldschürfer, Geistliche oder Geistersteine nutzende, verrückte Wissenschaftler. Insgesamt gibt es eine ganze Reihe von Hintergründen, die dem Charakter die Nutzung von Magie in der einen oder anderen Form gestattet …

Wie werden die Charaktere erschaffen?

Im Grunde genommen wir letzte Woche unter „Savage Worlds“ beschrieben, außer dass es auf das Setting abgestimmte Talente und Handicaps gibt.

Wie verbessern sich Charaktere?

Wie bereits bei der Besprechung des Grundsystems besprochen.

Wie sieht das Regelsystem aus?

Das Setting benutzt die Regeln des Grundsystems, ergänzt diese an einigen Stellen durch einige Settingregeln. Insbesondere werden die magischen Hintergründe mit Regeln unterfüttert, wozu auch der Bau von Höllenmaschinen durch den verrückten Wissenschaftler zählen. Aber natürlich gibt es auch Sonderregeln für Schießereien und Duelle um 12 Uhr mittags auf der staubigen Straße vor dem Saloon.

Was sind die Besonderheiten des Systems?

Zuerst einmal gilt natürlich das letzte Woche unter „Savage Worlds“ gesagte. Der Grundtenor des Settings, der Wilde Westen, ist alleine für sich für ein Rollenspiel schon recht ungewöhnlich, hinzu kommt dann der wirklich bunte Genremix aus Horror, Fantasy, Steampunk und Pulp. Es gibt einige interessante Dinge in der Hintergrund des Settings, dem die Charaktere nach und nach auf die Schliche kommen können, wenn sie herausfinden, was wirklich so alles im Bürgerkrieg passierte …

Links und weitere Infos

  • Das Setting, bestehend aus einem „Spielerhandbuch“ und dem „Marshal-Handbuch“ (dem SL-Buch) gab es bei Prometheus-Games, ich bin mir jedoch nicht sicher, ob es noch zu erwerben ist (wegen der Lizenzen und so …).
  • Auf der Download-Seite des Verlags sind es aber noch Charakterbögen und zwei Abenteuer zu finden.
  • Eine ausführliche Rezension mit einer guten Beschreibung der Geschichte des Settings, das aus Deadlands Classic entstanden ist, gibt es bei den Teilzeithelden.