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Nach den Ereignissen um Nugrahs Hütte hielt es meine Spieler nur eine Nacht lang in ihrer Hauptstadt, bevor sie sich wieder auf den Weg machten, die südliche Narlmark zu erkunden.
Bereits vor einiger Zeit hatte Herrscherin Korva die Feenbegleiterin der Gruppe, ein Heinzelweibchen namens Zanny, darum gebeten, in ihrem Namen bei den Feen nachzuhaken, was es wohl mit ihrem merkwürdigen Mal auf sich haben könnte, das immer dann schmerzt und sich nach und nach grün verfärbt, wenn sie ein Feenwesen berührt (oder tötet) oder wenn sie sich in einem Bereich mit starker Feenmagie befindet. Leider konnte Zanny nichts konkretes in Erfahrung bringen, jedoch verwiesen die anderen Feen des Feenhofes sie an die Dryade Tiressia aus Begegnung A des Abenteuerpfades.
Also machten sich die Charaktere auf den Weg, um die besagte Dryade und ihren Satyrgefährten Falkos zu suchen. Aufgrund von Zannys Wegbeschreibung konnten sie die Lichtung, auf der die beiden lebten, auch relativ schnell finden. Sie sprachen mit den besorgten Feen und erfuhren, dass die Dryade Angst vor einem Sensenbaum hatte, einem belebten Pflanzenmonster, das auf der Suche nach ihr wäre, um sie zu töten. Sie erzählte noch, dass der Sensenbaum einst ein gutes Feenwesen gewesen wäre, dass jedoch durch das Land selbst korrumpiert und an den Baum gebunden wurde, der nun Rache an allen anderen, gut gesinnten Feenwesen suchen würde. Zwar hatten sie das Gefühl, die Dryade würde ihnen noch etwas wichtiges verschweigen, trotzdem sagte die Charaktere zu und machten sich sofort auf den Weg zu der Stelle, wo Falkos den Baum zuletzt gesehen hatte.
Es folgte die Begegnung H auf der verdorrten Lichtung. Die SC hatten Glück und näherten sich dem Baum auf der anderen Uferseite des Murks‘ (hatte ich eigentlich schon erwähnt, wie genial ich die Flussnamen in der Narlmark finde?), man hatte also einen Streifen unwegsamen Geländes zwischen sich und dem Baum. Der Kampf wurde taktisch klug ausgefochten – während Stryke wartete, dass der Sensenbaum das unwegsame Gelände passierte, um zu ihnen zu kommen, und ihn danach im Nahkampf band, deckten Korva und Lialda den Baum mit Pfeilen (die aufgrund der Schadensreduzierung leider keinen Effekt hatten), magischen Geschossen und Feuerstrahlen ein. Dieser konzentrierten Gegenwehr hatte der Baum nicht lange etwas entgegenzusetzen, obwohl Stryke einige üble Treffer hinnehmen musste.
Allein Garth, der Halblingschurke, machte bei diesem Kampf eine weniger glückliche Figur. Er wollte sich für einen Angriff mit einem Alchemistenfeuer in eine halbwegs gute Ausgangslage bringen, weswegen er einen nahestehenden Baum erklimmen wollte. Leider ist die Kletterbewegungsrate eines Halblings nicht ganz so hoch, weswegen er den gesamten Kampf mit Klettern verbrachte und seine Alchemistenfeuer ungenutzt wieder einstecken konnte.
Nachdem man noch Teile des Baumes als Forschungsobjekte für Lialdas Mutter eingepackt und die verborgenen Schätze gefunden hatte, machte man sich auf den Weg zurück zu Tiressia. Diese bedankte sich überschwänglich für die Hilfe der Charaktere und schenkte ihnen einiges an magischem Kram – unter anderem die Federn, mit denen man Bäume erschaffen kann.
Bevor Tiressia in ihrem Baum verschwand, gestand sie noch unter Tränen, dass der Baum früher ihre Schwester gewesen sei – irgendwie wollte ich noch eine Erklärung haben, warum der Sensenbaum ausgerechnet die gute Tiressia töten wollte, und eine wahnsinnig gewordene Dryade, die nun ihren eigenen Baum belebt, fand ich eine gute Idee, um dem ganzen einen Hauch Dramatik zu geben.