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Nachdem nun das erste Jahr vergangen ist und sich die Charaktere wieder häufiger auf Erkundungstour durch die Raublande befinden, habe ich mich dazu entschieden, die SL-Kommentare wieder auf Basis der Spielsitzungen zu machen, anstatt auf Basis der verstrichenen Monate. Der letzte Spielbericht aus dem Sarenith (Teil 1, Teil 2) war dann doch etwas zu lang (zusammen immerhin knapp vier DIN-A4-Seiten) …

Mittlerweile schreiben wir den Erastus (also den „Juli“) des Jahres 4712. Wie immer beginnt der Monat mit der Sitzung des Rates, in der beschlossen wird

  • das Hexfeld südöstlich von Bokkens Hütte in das Reich aufzunehmen (das Feld enthält bei mir die Landmarke „Das Dorf der Verdammten“), sowie
  • mit dem Bau eines Luxuswarengeschäftes zu beginnen, wie es vertraglich mit der Händlergilde von Restow vereinbart wurde.

Der Berater, Aldus Escryk, merkt noch an, dass es in Hauerburg noch keine richtige Möglichkeit gibt, Tote zu bestatten, was die Bevölkerung sehr bedauert, da sie keinen richtigen Ort zum Trauern hat. Er schlägt vor, einen Friedhof anzulegen, was jedoch aufgrund anderer Prioritäten hinten angestellt wird. Stryke verspricht, die Familien der bisherigen Toten (Magdalena Kelinski, Saki und Beven) mit jeweils 50 GM zu unterstützen.

Außerdem wird davon berichtet, dass die Zwerge um Angrosch Silberschlag an der ihnen zugesprochenen Goldmine ein Wohnhaus gebaut und damit faktisch eine Ortschaft gegründet haben, die sie Goldhügel nennen. Man diskutiert zuerst, ob dies rechtens ist, aber da die Zwerge Steuern zahlen und die von ihnen errichteten Gebäude dem Reich auch einen Nutzen bringen, ohne selbst etwas dafür bezahlen zu müssen, entscheidet man sich dazu, die Zwerge gewähren zu lassen. Angrosch soll aber bei der Herrscherin vorsprechen.

Zu guter Letzt spricht noch Krevan Ratibor, der Priester des Gorum-Schreins, vor und fordert den Rat auf, den mit der Kirche Gorums geschlossenen Vertrag einzuhalten und alle wehrfähigen Männer in der Miliz auszubilden. Jiro Goldenbourgh, der Kämmerer, merkt jedoch an, dass für ein solches Vorhaben kein Geld in der Staatskasse sei. Man einigt sich darauf, dass zuerst einmal das Training von 50 Freiwilligen begonnen werden soll. Die hierzu notwendigen 50 Speere zahlt General Stryke aus seiner eigenen Tasche.

Wie bereits vor einem halben Jahr ist Geld mal wieder das beherrschende Thema der Ratssitzungen. Obwohl es der Staatskasse zwischenzeitlich recht gut ging, krebst sie nun seit einiger Zeit wieder unterhalb der Schwelle von 10 BP herum und ist seit diesem Monat sogar mit -1 BP negativ (der Bestand der Schatzkammer darf ja vorübergehend negativ werden, was aber die Unruhe im Land steigert). Als Folge wird Jiro abermals nach Restow entsandt, um neues Geld zu beschaffen. Irgendwie schaffen wir es nicht, Ein  und Ausgaben halbwegs geordnet übereinander zu bekommen.

Der Rest der Spielsitzung wird dann mit dem Schützenfest des Erastil begangen, welches die Charaktere zu einem ihrer vier jährlich wiederkehrenden Feiertage ernannt haben. Wie bereits im letzten Jahr wird ein Bogenschieß-Wettbewerb ausgerichtet, an dem unsere vier Charaktere natürlich gerne teilnehmen. Es tauchen auch ein paar NSC auf, um sich mit den SC zu messen, nämlich Botschafter Ivan Medwjed (der sich natürlich weiterhin um Hexenmeisterin Lialda bemüht), Botschafterin Lilli Teskertin (um sich weiter an Stryke heranzuschmeißen), natürlich die Vorjahressiegerin Allison Fex, Angrosch Silberschlag (nun der selbsternannte Bürgermeister von Goldhügel), Bertra Unterberg (eine alte Bekannte aus dem Dorf der Verdammten, die immer noch an einer seltsamen Krankheit leidet, die nur durch die Heiltränke der Kirche der Barmherzigen Brüder kurzzeitig unterdrückt werden kann) sowie Asyish, der Königliche Vollstrecker. Dieser nimmt am Wettbewerb übrigens nicht mit einem Bogen oder einer Armbrust, sondern mit Wurfsternen teil – nicht, weil er sich dadurch Chancen ausrechnet, die 30m weit entfernte Zielscheibe zu treffen, sondern um eine Lektion, die er Korva gegeben hat, zu vertiefen: „wenn man es nicht versucht hat, weiß man nicht, ob es funktioniert“.

Schönes Charakterspiel zwischen den einzelnen Personen des Wettbewerbs, den übrigens (als kurze Randnotiz) Vorjahressiegerin Allison Fex auch dieses Jahr wieder für sich entscheide kann; den zweiten Platz teilen sich Herrscherin Korva mit dem jungen (und eigentlich ziemlich unsicheren) Ivan Medwjed.

Obwohl Stryke langsam damit beginnt, der immer aufdringlicher werdenden Lilli Teskertin aus dem Weg zu gehen, kann sie ihn doch in einem passenden Moment abfangen und die Queste „Die Wünsche einer Dame“ aus den Umschlaginnenseiten bei ihm platzieren – und verspricht ihm als Belohnung den alten, magischen Umhang ihres Vaters sowie „einen Kuss, oder vielleicht auch mehr“ …

Kommentar des begriffsstutzigen Strykes gegenüber Garth:
„Glaubst Du, die will was von mir …?“

Beenden konnte ich die Spielsitzung dann mit einem Cliffhanger – die zwergische Druidin Druga Kahlholm, welche die Charaktere bereits auf dem Empfang des Bürgermeisters von Restow vor einem Jahr kennenlernen konnten, präsentiert den verdutzten Charakteren die Leiche eines Gnoms mit den Worten: „Dies ist ein Mitglied meines Zirkels, und ihre seid Schuld daran, dass er tot ist!“

Man kann gespannt sein, wie sich dies aufklärt …