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Hatte ich in meinem letzten Beitrag noch geschrieben, dass nicht viel passiert wäre, weil ich das Tempo ein wenig anziehen wollte, bekommen meine Spieler dies im Pharast (dem „März“) des Jahres 4712, recht deutlich zu spüren.

So begann der Monat erst einmal wie gewohnt mit einer Ratssitzung – recht ungewohnt war allerdings, dass ich diese erst einmal mit einem bunten Reigen an Regeländerungen begann. Dass mir ein paar Dinge nicht so ganz gefielen, hatte ich ja bereits früher schon erwähnt, und so gab es jetzt Anpassungen der Regeln für die Berechnung der Einwohnerzahl, der Generellen Erlasse, insbesondere der Steuern und Einnahmen, sowie bei der Bauzeit der Häuser. Hierauf werde ich in einem zukünftigen Post jedoch noch mal im Detail eingehen.

Während der Ratssitzung folgt man weiterhin dem Masterplan des Kämmerers, der weiterhin vorsieht, das Reich nicht weiter zu expandieren und nur Gebäude zu bauen, die notwendig sind, um die Vertragsbedingungen mit ihren Geldgebern zu erfüllen. Daher wird nur der Bau neuer Wohnhäuser in der Hauptstadt Hauerburg beschlossen, die notwendig sind, um nächsten Monat einen Marktplatz errichten zu können.

Landvogt Akiros wusste noch zu berichten, dass die Zwerge um Angrosch Silberschlag auf eigene Kosten eine Mine an den Goldvorkommen weiter im Norden der Kamelande errichtet haben – da die Zwerge das geschürfte Edelmetall jedoch auf eigene Kosten abbauen, verarbeiten und verkaufen dürfen, hat diese Geländeverbesserung keinen Einfluss auf die Spielwerte des Reiches. Dies wird erst relevant werden, wenn die Goldmine wieder an das Reich fällt, zum Beispiel wenn in 15 Jahren der Pachtvertrag ausläuft oder die Charaktere einen ihrer „schmutzigen Tricks“ ausführen, die sie in der Hinterhand haben.

Apropos „schmutzige Tricks“: der Koboldkrieger Mikmek – mittlerweile von Häuptling Rußschuppe mit dem Titel des „Botschafters“ geadelt – bat während der Ratssitzung um eine Audienz, in der er die Hilfe der Charaktere einforderte, so wie es schließlich im Friedensvertrag festlegt war. Er beschwerte sich darüber, dass ab und zu Warenlieferungen der Silbermine an die Hauptstadt überfallen wurden. Zwar sei bisher kein Kobold ums Leben gekommen, aber dem Stamm sei ein großer finanzieller Verlust entstanden, daher würden sie darum bitten, den Überfällen ein Ende zu bereiten. Natürlich war hier schnell eine Lösung gefunden – in einer konspirativen Sitzung konnten General Stryke und Spionagechef Garth Vollstrecker Asyish davon überzeugen, dass er mit den Nachtschwingen, der Diebesgilde Restows, vereinbaren solle, statt der Silbertransporte der Kobolde doch lieber die Goldtransporte der Zwerge zu überfallen …

Im späteren Verlauf des Monats kam dann Rolgist Mott, Generals Strykes Mann für „Spezialaufträge“, aus Restow zurück. Er sollte sich in der Stadt ein wenig umhören, um herauszufinden, was Idun Kellek so plane. Idun ist der Anführer der Banditenbande, in welcher Rolgist, Stryke und Hohepriesterin Cindiell einst Mitglied waren, bevor sie desertierten, und der ein Kopfgeld auf letztere beiden ausgesetzt hatte. Rolgist wusste zu berichten, dass Idun eine Handvoll Schläger und auch ein paar Kopfgeldjäger auf die beiden angeheuert hatte …

Ähnliches wussten auch Cindiell und Akiros zu berichten. Die beiden leben eigentlich zurückgezogen im alten Elchtempel, kehren aber natürlich zu den Ratssitzungen regelmäßig nach Hauerburg zurück. Auf ihrem Weg in das Dorf wurden sie tatsächlich von ein paar Schlägern attackiert, unter ihnen ein bekanntes Gesicht aus Iduns Bande, es waren aber zu wenige, um der Priesterin und dem Landvogt gefährlich werden zu können. Trotzdem sollte man natürlich Vorsicht walten lassen und Garth als Erster Spion und Asyish als Vollstrecker wurden angehalten, im Dorf verstärkt nach auffälligen Personen Ausschau zu halten.

Natürlich dienen Schläger und Kopfgeldjäger in erster Linie dafür, den persönlichen Handlungsstrang von Stryke fortzuführen, jedoch bereiten sie auch das Königsreichereignis vor, das ich für den nächsten Monat ausgewürfelt hatte: Banditenaktivitäten.

Und das war der Pharast dann auch schon — ich denke, mit etwas mehr als einer Stunde Spielzeit tatsächlich der bisher kürzeste Monat.

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