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rpg-blog-o-quest_logo3Bevor der September ganz ohne einen Blogpost zu Ende geht, nutze ich doch schnell die Gelegenheit, an der diesmonatigen Blog-O-Quest teilzunehmen. Die Fragen stammen diesmal von Timber’s Diary und ranken sich um das Thema Schauplätze. Etwas mehr über die Blog-O-Quests und die Regeln zu dieser Blogaktion gibt es im Startbeitrag.

Los geht’s:

1. Welche Eigenschaften muss ein guter Schauplatz für dich haben?

Da ich zurzeit meist Pathfinder spiele, ist „Schauplatz“ sehr häufig analog zu „Kampfschauplatz“ zu lesen. In diesem Fall mag ich es, wenn man mit der Örtlichkeit „arbeiten“ kann, also zum Beispiel Deckung ausnutzen, Gegner in Abgründe stoßen oder herumliegende Dinge zu seinem Vorteil einsetzen kann. Auch mag ich Kämpfe, die in ungewöhnlichen Umgebungen stattfinden, die selbst noch Einfluss auf die Kombattanten haben.

Allerdings habe ich neulich festgestellt, dass dies eine Gratwanderung sein kann. Mein letzter Kampf, den ich als SL geleitet habe, fand in einem Fluss am Fuße eines Wasserfalls bei eisigen Temperaturen statt. Die Charaktere waren gezwungen, bei jeder Aktion auf Schwimmen zu würfeln und aufgrund der eisigen Kälte Zähigkeitswürfe abzulegen – das Setup hatte also großen Einfluss auf den Kampf, dieser wurde aber durch die beiden in jeder Runde zusätzlich notwendigen Würfe etwas in die Länge gezogen. Hier ist also SL-seitig ein wenig Fingerspitzengefühl notwendig, was ich teilweise (trotz langer Erfahrung) immer noch schwierig finde.

2. Gibt es eine Kategorie von Schauplätzen, die du im Spiel bevorzugst, also besonders gerne bespielst?

Schwierig. Vielleicht so etwas wie „Städte“, weil man dort relativ frei in seinen Entscheidungen ist und wenig Einschränkungen hat, was mögliche Aktionen angeht.

3. Was muss/müsste passieren, damit dir eine (Kategorie von) Location(s) völlig verleidet wird/würde, bzw. ist das schon mal passiert, und wie/warum?

Ich mag keine zu groß geratenen Dungeons – alles im Umfang von vielleicht fünf bis zehn Räumen finde ich noch in Ordnung, alles, was größer ist, sehe ich eher ein wenig zwiespältig. „Verleiden“ ist hier vielleicht ein zu harter Ausdruck, aber ich habe bemerkt, dass sich bei zu großen Dungeons einfach ein wenig Monotonie bei den Aktionen der Charaktere einschleichen kann: an Türen horchen, nach Fallen suchen, zum Auskundschaften bis zur nächsten Ecke schleichen … All das wiederholt sich doch sehr häufig. Hinzu kommen die häufig leeren, uninteressanten oder irrelevanten Räume eines solchen Dungeons.

Ich finde, die Essenz eines solchen Schauplatzes lässt sich viel besser in weniger, dafür relevanteren und action-geladeneren Räumen darstellen.

( Daher mag ich auch die kleinen Dungeons, die in den ersten beiden Teilen des Königsmacher-Abenteuerpfades auf die Charaktere lauern – ganz im Gegensatz zu den größeren Dungeons in den späteren Teilen. Mal sehen, wie mir diese gefallen werden. )

4. Welche Location wolltest du schon immer mal bespielen, kamst aber bisher nie dazu?

Einen Bunker in einem postapokalyptischen Setting. Seit dem ersten Teil von Fallout 1997 würde ich gerne mal eine solche Kampagne spielen und diese natürlich ganz klassisch in einem alten Bunker (oder wie etwa in Mutant: Jahr Null in einer Arche) beginnen lassen.

5. Was war die denkwürdigste Location, die du je bespielt hast?

Puh, das waren im Verlaufe der Jahre so viele, dass ich gar nicht mehr alle im Kopf habe oder aus den anderen die wirklich denkwürdigste herauspicken könnte. Aus der jüngeren Vergangenheit ist mir sicherlich die feindliche Raumstation aus unserer Spelljammer-Kampagne im Kopf geblieben. Diese befand sich in einer riesigen (also ich meine: RIESIGEN), vor Jahrzehnten verstorbenen Schildkröte, die durch das Wildspace trieb und von uns infiltriert werden musste, um die Pläne der Feinde zu erfahren. Im ausgehöhlten Inneren hatten die humanoiden Gegner Wohnbereiche, Tempel, Kommandozentren und ganze Hangars(!) gebaut – wie gesagt, die Schildkröte war RIESIG – und wir durften dort ums Verrecken nicht auffallen …

Bonusfrage: Wie sieht der ideale RL-Spielort für dich aus?

Also entweder:

  • Geräumiger Tisch mit bequemen Stühlen
  • Viel Platz für Bücher, Würfel, Karten, Battlemaps, Props, Naschereien, Getränke
  • Gemütlich aber ausreichend beleuchtet

Oder:

  • Schreibtisch mit Computer, Webcam, Headset und Zugriff auf alles, was man braucht
  • Schnelles und fehlerfreies Internet
  • Frei von Störungen von außerhalb
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