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Im Rova (dem „September“) 4711 war dann endlich mal nicht so viel los, wie in den Monaten zuvor, so dass meine SL-Kommentare hier hoffentlich etwas kürzer ausfallen werden.

Wie immer begann dieser Monat mit einer Ratssitzung, auf der wieder einiges beschlossen wurde:

  • das Hexfeld mit der Eichenwipfel-Silbermine soll dem Reich hinzugefügt werden,
  • die letzten Monat begonnene Straße soll bis über die Untere Dornenfurt hinaus erweitert werden,
  • dort soll auch, aufgrund eines Vorschlags des Landvogtes Akiros Ismort hin, ein Wachturm errichtet werden, um die strategisch wichtige Furt zu sichern – immerhin ist sie die einzige Verbindung zwischen Hauerburg und der „Zivilisation“; dumm nur, dass noch gar keine Soldaten existieren, die dort stationiert werden könnten,
  • in Hauerburg soll ein Kornspeicher errichtet werden, um den möglicherweise anfallenden Überschuss bei der Versorgung mit Lebensmitteln speichern zu können.

Während der Ratssitzung wurde dann auch die erste Begegnung aus dem Abenteuerpfad gespielt – Loy Rezbin bittet um eine Audienz vor dem Rat um sein Anliegen vorzutragen, an der Stelle des ehemaligen Tatzelwurmbaus (Begegnung U aus dem ersten Teil) die freie Stadt Tatzelfurt gründen zu dürfen. Diese Begegnung hat mich vor unerwartete Schwierigkeiten gestellt, da die Charaktere als erstes nach seiner Motivation fragten, und danach,warum er sich denn ausgerechnet diese Stelle ausgesucht hat. Hierüber schweigt sich der Abenteuerpfad leider aus – die einzige beschriebene Motivation ist die für den Spielleiter – dass Tatzelfurt nämlich im vierten Teil eine zentrale Rolle spielen wird. Aber eine In-Game-Motivation für Loy sucht man vergebens.

Ich habe dann etwas von „möchte den Turbulenzen großer Städte entkommen“ und „möchte sich den Herausforderungen der wilden Natur stellen, um sie zu erforschen“ gestammelt. Klang alles nicht sehr glaubwürdig und die Spieler wollten schon anfangen, an dieser Motivation zu bohren und sie zu hinterfragen – daher habe ich Out-Game das Problem geschildert und wir haben es dabei belassen. An dieser Stelle müsste dringend noch nachgebessert werden, damit sich Herr Rezbin besser ins Gesamtbild einfügt.

Bei der Annektierung des Geländes um die Eichenwipfel-Silbermine stieß Landvogt Akiros dann auf unerwartete Probleme: ein den Charakteren bekannter (und mittlerweile wohl verhasster) Zwerg namens Angrosch Silberschlag hatte zusammen mit einer Handvoll Krieger und Minenarbeiter die Mine und die darin befindlichen Kobolde belagert – sogar eine Balliste hatten sie angeschleppt. So schnell sie konnten eilten die Charaktere zum Ort des Geschehens, um die Situation zu klären.

Angroschs Ansprüche auf die Mine begründete dieser mit einem Titel, welchen die taldanischen Siedler vor über 200 Jahren seinem Clan gegeben hatten und diesen berechtigten, das Silber in der Mine abzubauen. Von diesem Titel hatte Angrosch den Charakteren auch bereits auf dem Empfang des Bürgermeisters berichtet, diese hatten sein (zugegeben recht unverschämtes) Angebot jedoch kategorisch abgelehnt. Sich die Mine gegebenenfalls mit Gewalt zu holen war daher Angroschs Racheakt an den Charakteren.

Durch gute Diplomatie gelang es den Charakteren, allen voran der Herrscherin Korva, die Situation zu besänftigen. Dummerweise schafften sie es sogar, dass Angrosch ihnen den Titel aushändigte, welchen die Charaktere dann schlichtweg zerrissen und für ungültig erklärten. Völlig perplex wurde Angrosch dann angeboten, irgendwo anders in den Raublanden nach Bodenschätzen zu suchen – vielleicht könnte man sich dann handelseinig werden.

Zu guter Letzt habe ich diesen Monat dann noch einen weiteren, neuen NSC in Hauerburg auftauchen lassen – einen Paladin Erastils namens Sirius Wenck. Er überbrachte einen Brief von Korvas Vater an die Herrscherin, der einen sehr persönlichen und emotionalen Bericht darüber enthielt, was alles in Korvas Heimatdorf passiert ist, seit sie dieses vor mittlerweile acht Monaten verlassen hat. So sind einer von Korvas jüngeren Brüdern ebenso wie eine entfernte Freundin vor kurzem bei Unfällen ums Leben gekommen, während sich Korvas ältester Bruder (und so etwas wie ihr Vorbild) mit ihrem Vater gestritten und sich in Restow einer Söldnerkompanie angeschlossen hat. Alle diese NSC stammen aus dem Hintergrund, den mir Korvas Spielerin für ihren Charakter geliefert hatte. Nach außen hin enthält der Brief ein kleines Update, was denn außerhalb des Reiches noch so alles passiert, aber natürlich habe ich mit den ganzen erwähnten NSC auch noch etwas vor.

Sirius Wenck letztendlich ist ein alter Freund von Korvas Vater, und in Sorge um seine Tochter hat er den alten Haudegen gebeten, ein Auge auf sie zu werfen. Sirius schwört Korva die Treue und wird damit ihr Leibwächter (und auch so etwas wie ihr Erster Ritter). Aber natürlich steckt auch hinter diesem NSC noch etwas mehr, als man zurzeit vermuten könnte – um meine Spieler nicht zu spoilern, kann ich mehr aber leider nicht verraten. Nur soviel: er weiß etwas über Korva, was diese selbst noch nicht weiß.

’nough said …!

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