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Bereits vor ein paar Tagen ist drüben in Carock’s Logbuch der vierte Teil des Spielberichtes zu unserer Königsmacher-Kampagne online gegangen, wie immer aus Sicht des Halbork-Kämpfers Stryke. Es wird also Zeit, die Geschehnisse aus meiner Spielleiter-Sicht zu kommentieren.

Nach dem Abstecher in das Dorf der Verdammten sind die Charaktere wieder zurück im „offiziellen“ Teil des Abenteuerpfades, nämlich in Bokkens Hütte. Augenscheinlich habe ich den verwirrt plappernden Einsiedler gut genug rübergebracht, dass die Spieler froh waren, den Schauplatz hinter sich lassen zu können. Gleichzeitig konnte ich die Nebenquest „Reißbeeren sammeln“ an den Mann bringen, während es die Charaktere geschafft haben, quasi als „Anzahlung“ vier Tränke Leichte Wunden Heilen für 35 GM anstatt der üblichen 50 GM zu ergattern.

Bei ihrer Ankunft im Handelsposten treffen sie dann wie vom Abenteuer geplant auf Kesten Garess und die Wachen aus Restow. Schnell beschließt man, dass Kesten und zwei Wachen mit Olegs Pferdewagen zurück nach Restow fahren, um Happs Beidon und den zweiten Banditen der Obrigkeit zu übergeben. Da es nicht von Dauer sein kann, dass die Wachen bei der Kälte in Zelten schlafen, soll man auch Baumaterial mitbringen, um an der Stelle des abgebrannten Unterstands A4 Unterkünfte für die Wachen bauen zu können. Außerdem sollen sie versuchen, den Schwertjunkern ein paar Ballistas (Ballisten? Ballistea?) „aus dem Kreuz zu leiern“, um die kaputten Katapulte zu ersetzen. Eine clevere Idee, wie ich finde, auf die ich mich wohl einlassen werde.

Dem Leser des Spielberichts wird weiterhin aufgefallen sein, dass ich den zweiten „gescripteten“ NSC, den Erastil-Priester Djod Kavkens, durch eine Erastil-Priesterin namens Cindiel Tarreth ersetzt habe. Dies war einfach die schicksalhafte Fügung, dass Strykes Spieler bei der Erstellung seines Charakters eben diesen NSC beigesteuert hatte – so konnte ich Djod recht einfach durch jemanden ersetzen, der bereits mit einem der SC verbunden ist. Cindiel war Mitglied in der gleichen Räuberbande wie Stryke und sucht nun Buße für die Taten, die sie in ihrer Vergangenheit verübt hat. Der Rest ist analog zu den Vorgaben, und die Spieler können die Nebenqueste um den Elchtempel verbuchen.

Als dritten NSC haben die Charaktere Vekkel Benzen aus dem Dorf der Verdammten mitgebracht, der als geübter Bogenschütze bei der Verteidigung des Handelspostens helfen soll. Interessante Wendung eigentlich, dass aus dem eigentlich gesichtslosen Namen auf einem Aushang somit ein recht wichtiger NSC geworden ist …!

Letztendlich beginnen die Charaktere mit der Erforschung des Grüngürtels, beschränken sich jedoch zuerst einmal auf die drei direkt angrenzenden Felder (das Hex mit dem Handelsposten, das Hex um Bokkens Hütte herum sowie das Hex „links“ des Handelspostens). In letzteres habe ich die Begegnung B (den Barbarengrabhügel) gelegt, weil ich kein leeres Hexfeld haben wollte und mir die ursprüngliche Platzierung der Begegnung auch ein wenig zu weit weg vom eigentlichen Gebiet der Erforschung ist.

Dabei ist mir aufgefallen, dass es überhaupt keine Angaben gibt, wie alt das Grab überhaupt ist und wie weit die im Text beschriebenen Ereignisse in der Vergangenheit liegen, so dass ich hier improvisieren musste. Da das Grab nicht geöffnet wurde, spielte es letztendlich aber auch keine Rolle.

Gleichzeitig kam es zu einem kleinen „Lessons Learned“, da ich für den gleichen Tag eine Zufallsbegegnung ausgewürfelt habe. Die Würfel zeigten einen einzelnen Jäger, den ich auftauchen lies, kurz nachdem die Charaktere den Grabhügel verlassen hatten. Die Art und Weise, wie der Jäger auftauchte, ähnelte aber zu sehr der letzten Zufallsbegegnung – beide waren „on the fly“ ausgewürfelt und improvisiert. Letztendlich war die Begegnung relativ lahm und die Charaktere gingen schnell wieder ihrer Wege.

Was ich daraus gelernt habe ist, Zufallsbegegnungen im Vorfeld auszuwürfeln. Somit habe ich in meinen Unterlagen jetzt eine Liste von jeweils sechs Begegnungen pro Geländeart. Dies hat den Vorteil, dass ich mir zum einen schon mal im Vorfeld Gedanken darüber machen kann, wie die Begegnung stattfindet, und zum anderen kann ich schon entsprechende Battlemaps in roll20 vorbereiten, anstatt diese auch noch bei Bedarf ad hoc aus dem Hut zaubern zu müssen.

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