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Da ich in der Charta den Aufgabenbereich der Charaktere ein wenig verschoben hatte, gibt es nun ein paar leere Hexfelder zwischen Bokkens Hütte (Begegnung B) bzw. dem Spinnennest (Begegnung H) und dem Würger, die mit Leben gefüllt werden mussten. Daher gibt es jetzt direkt „rechts“ von Bokkens Hütte das sogenannte „Dorf der Verdammten“, das eigentlich eher ein Lager als ein richtiges Dorf ist.

Beweggrund hierfür waren zwei Gedankengänge –

Erstens: Wo haben eigentlich die ganzen Fallensteller und Jäger, auch wenn sie eigenbrötlerische Einzelgänger sein mögen, ihre Operationsbasis? Wo leben sie im Winter? Wo lebt Vekkel Benzen, dass er (trotz Gehbehinderung) zu Olegs Handelsposten laufen und einen Aushang anbringen könnte?

Zweitens: Wie haben die Schwertjunker von den erhöhten Banditenaktivitäten in den Raublanden erfahren? Sicherlich nicht nur durch Olegs Berichte, der ja „nur“ dreimal Opfer von Überfällen geworden ist, sondern wahrscheinlich auch durch Angriffe auf Händler und Reisende entlang der Südrostlandstraße. Vom Dornenfurtlager bis zur Straße sind es aber ca. 50km, vom Fort des Hirschkönigs aus ungefähr 90-100km. Es würde also sicherlich Sinn machen, eine dritte Operationsbasis zu haben, die etwas näher an der Straße liegt – ansonsten wäre das so, als würden die Banditen, die regelmäßig eine Straße in der Nähe von Köln überfallen, jedes Mal von Düsseldorf bzw. Duisburg aus dorthin latschen …

Ursprünglich war meine Idee, zwei getrennte Örtlichkeiten zu nehmen – das „Dorf der Verdammten“ als Operationsbasis aller von der Gesellschaft ausgestoßenen (verdammten) Einzelgänger, sowie ein davon getrenntes Banditenlager. Ich dachte mir jedoch, dass es eine spannendere Geschichte wäre, beides zu vereinen und die Fallensteller und Jäger unter der Knute der Banditen leiden zu lassen. Außerdem wollte ich eine Banditenbande haben, die sich dagegen wehrt, dem Hirschkönig die Treue zu schwören und Abgaben an ihn zu zahlen, um eine zusätzliche Fraktion in den Raublanden zu etablieren.

Dreh‑ und Angelpunkt des Setups ist der Anführer der kleinen Banditenbande, eine Werratte namens Vikos Tanaka. Ich legte fest, dass dieser früher eine recht große Nummer in der Unterwelt von Restow war, damit der Halblingsdieb Garth eine Chance hatte, von ihm gehört oder ihn sogar bereits gesehen zu haben. Vikos verließ Restow jedoch, nachdem er sich mit Lykanthropie infiziert hatte, und verbarg sich in der Wildnis, bis er sich mit seiner Krankheit arrangiert hatte. Dann begann er seine alten Schläger um sich zu scharen, verübte erste Überfälle entlang der Südrostlandstraße und stieß vor etwa einem Jahr eher durch Zufall auf das Dorf der Verdammten. Er erklärte sich kurzerhand zum Anführer, sorgten seine Schergen doch für Schutz gegen wilde Tiere, Kobolde und auch die Banditen des Hirschkönigs.

Vikos Tanaka ist die Art von charismatischem Anführer, von dem eigentlich alle wissen, dass er ein Tyrann ist, der die anderen Bewohner des Dorfes herumkommandiert und schikaniert, vor dem aber trotzdem alle genug Angst haben, um nicht gegen ihn zu rebellieren.

Vom Dorf der Verdammten aus organisierte Vikos durch seinen Leutnant Ronalth Heg, mittlerweile ebenfalls eine Werratte, Raubüberfälle auf die Südrostlandstraße, denen auch Jiro Goldenburgh und die Charaktere im Prolog zum Opfer fielen. Dies war auch der Grund, warum sich die SC zuerst das Dorf der Verdammten als Anlaufpunkt ausgesucht haben und damit den offiziellen Teil des Abenteuers auch gleich wieder verließen – wie im Spielbericht in Carock’s Logbuch nachzulesen.

Die im Spielbericht erwähnte Begegnung mit dem Wolf entstammt übrigens der Zufallstabelle. Zwar stellte ein einzelner Wolf keine wirkliche Bedrohung für die Charaktere dar, aber die Verzweiflung, die den ausgemergelten Wolf dazu trieb, trotzdem anzugreifen, zeigte noch einmal sehr schön die Unbill des ungewöhnlich strengen Winters mit Temperaturen bis zu -30°C. Allerdings habe ich bei dem Kampf eines festgestellt: jeder schimpft bei Pathfinder über die Ringkampfregeln — die Regeln für berittenen Kampf sind aber mindestens genauso … unhandlich …

Eine genaue Darstellung des Dorfes folgt in einem späteren Blogpost.

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