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… und unsinnige Nebenquests

Wer den Spielbericht des Prologs gelesen hat, dem wird aufgefallen sein, dass ich die Begegnung G („Radieschenbeet“) bereits auf dem Weg zu Olegs Handelsposten verwendet habe. Zum einen fand ich die Begegnung mit vier Kobolden, die zudem als „kränkelnd“ gelten und damit einen Abzug von ‑2 auf so ziemlich alles hinnehmen müssen, aber trotzdem bis zum Tode kämpfen, um ihre „Ernte“ zu verteidigen, ziemlich lahm. Die SC konnten die Situation diplomatisch lösen, und so könnte der Anführer der verschonten Kobolde sie im späteren Verlauf des Abenteuers wiedererkennen – vielleicht war es ja sogar Mikmek?

Zum anderen lässt sich über die Qualität der acht Nebenquests aus den Umschlaginnenseiten ausgiebig streiten, da sie eher auf dem Niveau eines MMO sind („gehe dort hin und töte das“ oder „gehe woanders hin und besorge dies“). Die meisten lassen sich aber mit wenig Aufwand so weit umformulieren, dass sie sinnig sind, und sich durch gutes Rollenspiel (und keine profanen Aushänge) auch gut „verkaufen“ lassen. Alle, bis auf eine …

So möchte die gute Swetlana (die manchmal auch Svetlana geschrieben wird) für ihren Oleg gerne eine Suppe aus Mondradieschen kochen, um ihn ein wenig aufzumuntern. Da die Radieschen relativ selten sind, würde sie dafür 250 GM springen lassen – wobei ich mich frage, woher sie auf einmal diese Geldsumme hat, obwohl der Handelsposten bis vor kurzem doch regelmäßig von Banditen überfallen wurde.

Davon ab:

Wie viele Mondradieschen braucht Swetlana, um eine Suppe für sich und Oleg zu kochen? Wenn man großzügig rechnet vielleicht ein Kilo pro Person?

(Im Text steht zwar, dass sie „einen Korb voll“ benötigt, und im Regelwerk ist zu lesen, dass ein Korb etwa 55 Liter fasst, aber bei einer Kapazität von mehr als fünf großen Wassereimern stelle ich mir eher so einen Korb vor, wie ihn ein Kiepenkerl auf dem Rücken trägt.)

Auf der anderen Seite wiegt eine Münze laut Regelwerk ungefähr 9,5 Gramm; gehen wir also einfach mal von 10 Gramm aus, das kann man leichter rechnen. Swetlanas Belohnung von 250 GM würde also 2,5kg wiegen.

Damit wären also 1kg Mondradieschen wertvoller als 1kg Gold!

Ich würde sagen, wir schießen die 400 GM, die uns die Schwertjunker als Belohnung für die Ergreifung der ersten sechs Banditen versprochen haben, in den Wind und verdienen unser Geld lieber mit der deutlich lukrativeren Aufzucht und der Ernte von Mondradieschen. Abenteuerpfad beendet …

Mal im Ernst, die Nebenquest ist ziemlicher Murks, sowohl was die eigentliche Aufgabe angeht, als auch die „Bedrohung“ durch die Kobolde und die daraus resultierende Belohnung. Weg damit!

Die anderen Nebenquests habe ich ebenfalls unter die Lupe genommen und ein wenig geändert bzw. einfach umformuliert – um meine Spieler nicht zu spoilern, werde ich diese Anpassungen jedoch erst dann beschreiben, wenn auch meine Spieler über die Questen gestolpert sind.