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Nächsten Januar spiele ich seit 31 Jahren Rollenspiele, klar, dass da auch der eine oder andere Hexcrawl dabei war. Ich kann mich da aber an einige Hexplorations aus unserer Anfangszeit erinnern, die einfach nur ziemlich grottig waren – was darin gipfelte, dass der Spielleiter (und ich muss zugeben, dass ich das war) einfach nur dem Spieler, der die Karte gezeichnet hat, die Geländemerkmale der einzelnen Hexe einfach der Reihe nach von oben nach unten diktiert hat …

„Sumpf, Sumpf, Wald, Hügel, Gebirge, Gebirge, Wald“ …

„Königsmacher“ ist also jetzt meine Chance, es (mal wieder) besser zu machen.

Der erste Punkt, den ich für wichtig erachte, mag wie die klischeehafte DSA-Hartwurstigkeit anmuten, ist aber das Ressourcenmanagement. Damit meine ich grundlegend erst einmal eine genaue Auflistung, welcher Charakter welche Ausrüstung mit sich führt und wo diese zu finden ist. Davon ausgehend wird die Belastung des Charakters berechnet, was wiederum Auswirkung auf seine Bewegungsweite hat. Und diese finde ich bei einem Hexcrawl extrem wichtig, weil es schon einen Unterschied macht, ob ich ein Hex in einem Tag durchqueren kann oder ob ich dafür vielleicht sogar zwei Tage brauche. Und das ist wiederum wichtig für die Frage, wie viel Wasser und Nahrung die SC mit sich führen müssen, möchten sie nicht die ganze Zeit auf Jagd gehen und dadurch gegebenenfalls wieder langsamer vorankommen.

Zum Glück macht dies in Zeiten von <hier Tabellenkalkulation Deiner Wahl einsetzen> nicht mehr so viel Arbeit, wie dies früher der Fall war, als man noch Charakterbögen aus Totholz besaß. Wir haben für die Kampagne einen Ordner bei Google Drive, in welchem wir unter anderem die Charakterbögen als Google Tabellen hinterlegt haben. So hat jeder jederzeit Zugriff auf die Bögen, und Belastung und Bewegungsrate wird automatisch berechnet.

Als zweiten wichtigen Punkt sehe ich das Wetter, das leider im originären Abenteuerpfad überhaupt keine Rolle spielt – vielmehr wird implizit davon ausgegangen, dass wohl immer schönes Wetter herrscht, und das das ganze Jahr lang. Guckt man aber zum Beispiel auf die Charta, dann trägt diese den 24. Calistril als Datum, übersetzt also Ende Februar. So hoch im Norden – insbesondere wenn man in den Hintergründe über Brevoy etwas von gefrorenen Böden liest – ist also sicherlich noch Winter.

Auf der Seite von 5footstep.de, der auch die Pathfinder PRD beheimatet, findet man unter Tools -> Download einen Wettergenerator – ein nützliches Excel-Tool, mit dem man recht einfach das Wetter für einen ganzen Monat auswürfeln lassen kann. Das Sheet ist, als ich es entdeckte, auch sofort in meinen Werkzeugkasten gewandet.

Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass die SC am vierten Tag ihrer Reise von Restow zu Olegs Handelsposten frühmorgens in einen Schneesturm geraten. Die Szene war mit ein paar Proben relativ schnell abgehandelt und bis auf ein verlorenes Zelt auch ohne größere Konsequenzen. Sie zeigte den SC aber sehr deutlich, dass sie nicht nur mit Banditen zu kämpfen haben – die Raublande sind Wildnis und sie verhalten sich unberechenbar!

Das hat natürlich zur Folge, dass man sich auch in die entsprechenden Kapitel im Grundregelwerk einlesen und die Modifikatoren für zum Beispiel stürmischen Wind zur Handhaben muss, aber ich denke, dass damit auch ansonsten eher langweilige (Zufalls-)Begegnungen plötzlich spannend werden können.