Die Zeit „zwischen den Jahren“ wird ja gerne für jegliche Art von Ausblick auf das kommende und Rückblick auf das vergangene Jahr benutzt. Da ich Ersteres schon im Rahmen der Blog O Quest Dezember gemacht habe, hier also mein persönliches Zweiteres.

In diesem Jahr habe ich so oft gespielt wie schon lange nicht mehr – insgesamt bin ich auf 33 Spielsitzungen gekommen! Das mag im Verhältnis zu anderen Bloggern wenig erscheinen, neben langem Urlaub, stressigem Job, Familie und anderen Hobbies für mich aber durchaus viel. Ich bin zufrieden.

Mit insgesamt 15 Sitzungen ist unsere Spelljammer-Kampagne dabei führend, die wir zu Beginn des Jahres noch unter der originären AD&D 2nd edition gespielt, aber jetzt nach Pathfinder konvertiert haben. Auf dem zweiten Platz folgt meine Dienstagsrunde mit 10 Spielsitzungen (es können auch 11 gewesen sein, hier ist die Statistik leider lückenhaft), mit D&D5 als System und „The lost mine of Phandelver“ als Abenteuer, welches wir pünktlich vor Weihnachten noch abschließen konnten. Meine Stammrunde unter D&D 3.5 schafft es mit vier Spielsitzungen noch mit aufs Treppchen. Weiter unten folgt dann Savage Worlds – obwohl ich dieses Jahr einiges an Material für Rippers veröffentlich habe, konnte ich leider nur dreimal tatsächlich spielen – und eine Proberunde Splittermond.

Interessant ist auch, dass das Verhältnis zwischen Online‑ und Tischrunden dieses Jahr in Richtung Hangouts gekippt ist: die Spelljammer-Kampagne und die Savage Worlds One-Shots liefen komplett online, während D&D5 und Splittermond Tischrunden waren – also ein Verhältnis von 18:11. Die Runden meiner Stammgruppe lasse ich mal außen vor, da es sich um eine Tischrunde handelt, in welcher zwei Mitspieler via Hangout zugeschaltet sind; die müssten also in beiden Kategorien gezählt werden. Da möglicherweise im nächsten Jahr arbeitstechnisch mal wieder ein Projekt ansteht, das geographisch weiter weg ist, könnte sich das Verhältnis 2016 sogar noch weiter verschieben.

Insgesamt bin ich mit den Spielsitzungen ganz zufrieden, die meisten haben Spaß gemacht und/oder waren spannend, obwohl natürlich auch ein paar Nieten dabei waren. Auch beim Spaßfaktor steht hierbei unsere Spelljammer-Kampagne auf dem obersten Treppchen, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich hier mal wieder spielen darf, anstatt zu leiten. Etwas skeptisch stand ich der Umstellung von AD&D auf Pathfinder ja schon gegenüber, da mich ja auch mit 3.5 eher eine Hassliebe verbindet. Aber ich muss sagen, dass es großen Spaß macht. Der Unterschied liegt wahrscheinlich daran, dass alle Spieler die Regeln beherrschen und wissen, welche Fähigkeiten ihre Charaktere haben. Das ist bei unserer 3.5-Stammrunde leider nur teilweise der Fall, so dass ich als Spielleiter immer noch zu oft erklärend eingreifen muss …

Da heute Nacht auch die jährliche Mail von wordpress mit den Statistiken kam, habe ich mir natürlich auch die Aktivitäten auf meinem Blog mal angeguckt. Insgesamt wurde mein Blog 3.000-mal aufgerufen, was im Vergleich zu den Größen der Blogosphäre wahrscheinlich sehr wenig ist, aber ich bin zufrieden. Obwohl ich urlaubsbedingt fast drei Monate gar nichts geschrieben habe, sind die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr sogar ziemlich konstant (nur ca. 200 Klicks weniger). Insgesamt habe ich exakt so viele Beiträge geschrieben, wie im Vorjahr, diesen hier eingerechnet nämlich 28 – also etwa einen alle zwei Wochen.

Spitzenreiter ist lustigerweise, so wie in jedem Jahr wieder und jetzt zum vierten Mal in Folge, der Post [Hausregel] D&D 3.5: Flexibleres Einprägen von Zaubersprüchen aus Januar 2012 mit 253 Views, weit vor meinem Spielbericht über Das erste Mal — D&D 5 mit 125 Views. Der Rest folgt dann im zweistelligen Bereich.

Herausgepickt habe ich mir aus diesem Wust dann mal die Beiträge, die ich ihm Rahmen diverser „Wir verknüpfen die Blogosphäre“-Aktionen erstellt habe, namentlich dem Karneval der Rollenspielblogs und der Blog O Quest. Immerhin haben beide Aktionen auch den einen oder anderen Follower auf meinen Blog gespült, da war ich doch neugierig zu wissen, wie sich das in Klick-Zahlen widerspiegelt. Nun gut – mein Karnevalsbeitrag und die Blog O Quest November teilen sich mit 45 Views Platz 11, der Oktober liegt mit 39 Views auf Platz 17 und der Dezember mit 31 Views auf Platz 23. Alles keine umwerfenden Zahlen, aber Kleinvieh macht ja bekanntlich aus Mist.

Neugierig war ich natürlich auch bezüglich der Download-Zahlen, insbesondere war meine One-Pager für Savage World Rippers angeht. Die sind schon ganz in Ordnung (zumal man bedenken muss, dass das Setting vielleicht nicht sooo häufig bespielt wird, wie vielleicht andere Savage World Settings) und schwanken zwischen 33 (für den Opener „Der Kult der Seeker“) und eher mageren fünf (für „Dr. Irving“). Da geht noch was …!

Eher enttäuschend sind dagegen die Download-Zahlen für die Spielberichte unserer One-on-One Shadowrun-mit-Savage-Worlds Play-by-Email-Kampagne „Schwarze Diamanten“, die zwischen drei (Kapitel 6) und null (Kapitel 1 und 5) liegen. Naja, ist ja vielleicht auch sehr speziell und lange Spielberichte nicht jedermanns Sache, aber das lohnt ja den Aufwand kaum …

Und was von den Sachen, die ich mir für 2015 gewünscht, geplant und vorgesetzt hatte, habe ich jetzt umgesetzt?

Öfters mit meiner Stammgruppe spielen? Check (einmal mehr ist auch „öfter“). Spelljammer und „Schwarze Diamanten“ weiterspielen? Check. D&D5 ausprobieren? Check. Ein neues System ausprobieren, dass ich gar nicht kannte? Spittermond – check. Mein Hellfrost-Abenteuer „Frôstbrannt“ weiterschreiben? Nope – da meine Dienstagsrunde kein Savage Worlds mehr spielt, habe ich hierzu die Motivation verloren und das Teil wird wohl auf Ewigkeiten in der virtuellen Schublade verstauben. Einmal im Monat einen One-Pager posten? Nope – sieben habe ich geschafft, fünf stehen noch aus. Diese werden aber 2016 nachgeholt. Versprochen!

Guten Rutsch!