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So, ein neues Jahr ist angebrochen, da will ich doch gleich mal meine „guten Vorsätze“(TM) in die Tat umsetzen und wieder mal häufiger bloggen. Zwar habe ich mir auch vorgenommen, endlich mal dem eigentlichen Zweck dieses Blogs mehr Gewichtung zukommen zu lassen, nämlich mehr Material zu veröffentlichen, aber auf meiner To-Do-Liste stehen unter anderem noch die beiden finalen Teile meines Spielberichts über die Feste des Unheils von Ende Oktober.

Beim letzten Mal waren wir ja im Schachbrettraum im verschlossenen Teil des Dungeons stehengeblieben. Vor dort aus wurde zunächst einmal die Waffenkammer unter die Lupe genommen. Da die beiden letzten Kämpfe gegen die beiden Trolle nicht so gut gelaufen waren, habe ich die Anzahl der fliegenden Schwerter erst einmal von vier auf zwei reduziert, um meinen Spielern ein einfaches Erfolgserlebnis zu gönnen – was auch geklappt hat, der Kampf war sehr schnell zu ihren Gunsten entschieden. Trotzdem hatten sie noch genug Respekt vor jeglichem Gegner, so dass der Raum mit den speisenden Skeletten tunlichst gemieden wurde.

Daher kehrte man in die westlich des Einganges gelegenen Kammern der Goblins zurück, als man von dort aus aber einen Blick in die große Höhle mit den von Skeletten beaufsichtigten, schürfenden Goblins werfen konnte, entschied man sich wiederum dazu, dem Kampf aus dem Weg zu gehen, und erst einmal Richtung Süden weiterzuforschen.

So gelangte man in den Raum mit den drei lebenden Statuen, die auch gleich von ihren Podesten stiegen, als die Spieler die östliche Doppeltür öffnen wollten. Hier konnte man einem Kampf nicht ausweichen, also versuchte man sich im Angriff und konzentrierte sich erst einmal auf eine der Statuen. Als man diese nach drei Runden immer noch nicht bezwungen hatte, und eingekreist zu werden drohte, entschloss man sich zu einem taktischen Rückzug. Man kämpfte sich bis in den Eingangsraum zurück, verpasste hier aber die Gelegenheit, den taktischen Vorteil des engen Durchganges für sich zu nutzen, und eine Statue nach der anderen „abzuarbeiten“. Vielmehr überredete der Spieles des Zwergenkriegers (der mittlerweile leider Dungeonslayers als System und dem Abenteuer als solchem gegenüber äußerst negativ eigestellt war) die anderen beiden dazu, das Verlies komplett zu verlassen und zu flüchten. Also machte man sich auf den Weg zur Oberfläche und schlich an den beiden immer noch schlafenden Trollen vorbei.

An dieser Stelle wäre das Abenteuer wahrscheinlich zu Ende gewesen, wenn nicht die Heilerin und die Schwarzmagierin unbedingt noch einen Blick auf die Statue hätten werfen wollen, welche oberhalb der Feste auf dem Hügel thronte. Also machte man sich daran, den Schmalstieg zu besteigen, war aber von der Statue selbst eher enttäuscht. Allerdings gelang der Schwarzmagierin mit einem Immersieg ihre Bemerken-Probe, so dass der geheime Zugang zur Feste entdeckt wurde. Nun war es an den beiden Damen, unseren negativ eingestellten Zwergenkriegerspieler dazu zu überreden, doch noch mal hinabzusteigen – vielleicht würde der Geheimgang ja in Bereiche des Verlieses führen, welche sich hinter den steinernen Wächtern befinden würden …

Man gelangte also zurück in die Feste und auf die andere Seite der tafelnden Skelette, die aber wieder respektvoll (oder angsterfüllt) gemieden wurden. Durch die zweite Geheimtür gelangte man so zu Shekz‘ Käfig. Schnell gelang es, dem Goblinschamanen ein wenig Informationen über das Verlies und den nekromantischen Neuankömmling  zu entlocken. Als Shekz dann von den Charakteren erfuhr, dass seine Leute noch leben und zur Minenarbeit gezwungen würden, bot er ihnen einen Deal an – wenn die Charaktere helfen würden, seine Leute zu befreien, würde er und sein Stamm auch den Charakteren helfen, den Nekromanten zu besiegen. Das klang nach einem fairen Plan, allerdings waren die Charaktere so skeptisch dem Goblin gegenüber, dass dieser erst einmal „an die Leine genommen“ wurde.

Von Shekz‘ Käfig aus führte der Gang zurück zu den Statuen, welche natürlich sofort wieder angriffen. Aber durch klügeres taktisches Vorgehen und die tatkräftige Unterstützung des Schamanen waren die Statuen diesmal nur noch ein kleines Problem. Nach dem Kampf fragte man Shekz, was sich hinter den anderen beiden Türen verbarg, was dieser auch nach besten Wissen beantwortete, allerdings bestand er auch darauf, erst einmal seinen Stamm zu befreien, bevor man das Verlies weiter erkunde. Die Charaktere willigten ein.

Allerdings machten wir dann an dieser Stelle Schluss und vertagten uns noch einmal. Es war an dem Abend sehr auffällig, dass sich die Spieler um jeden Kampf drücken wollten, was wahrscheinlich an den negativen Erfahrungen mit den Trollen lag. Allerdings stellte sich danach immer sehr schnell heraus, dass diese Sorge eigentlich unbegründet ist und mit ein wenig taktischem Vorgehen alles kein Problem ist. Jedoch scheint die Akzeptanz von Dungeonslayers als System insbesondere beim Spieler des Zwergs drastisch zu sinken. Er bemängelt die zu hohe Schadenvarianz und den Frust, bei Gegnern mit hoher Abwehr kaum Schaden verursachen zu können, was das „Herunterprügeln“ der LK zu langwierig macht. Ich muss ihm hier leider ein wenig zustimmen, was aber höchstwahrscheinlich (wie schon in den Kommentaren zu früheren Spielberichten durchgedrungen ist) an vollkommen verskillten Charakteren liegt.

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