Schlagwörter

, ,

Die Frage ist daher schwer zu beantworten, da ich gefühlte 99,5% meiner Zeit auf der „bösen Seite“ des Tisches sitze und meine Gegenspieler daher die Spielercharaktere sind.🙂

Wenn ich selbst so zurückdenke und die Gegenspieler, die ich meinen Spielern „vorgesetzt“ habe, Revue passieren lasse, so ist mir insbesondere der allererste Gegenspieler aus meiner ersten D&D-Kampagne im Gedächtnis geblieben. Es handelte sich um einen bösen (pardon, nach alten D&D-Regeln natürlich um einen chaotischen) Priester namens Blargo Shanjen.

Er ist mir (und hoffentlich auch meinen Spielern) besonders im Gedächtnis geblieben, weil er ein ständiger Gegenspieler der Charaktere war und auch mit ihnen gewachsen ist. Angefangen hat er als Kopf einer lokalen Räuberbande und hat sich im Laufe der Jahre zum Anführer einer global operierenden Bande aus „Superschurken“ hochgearbeitet. Die Charaktere haben ihn mehrere Male haarscharf erwischt, aber er hatte immer noch ein Ass im Ärmel, mit dem er sich in letzter Sekunde retten konnte. Handlanger von ihm haben sie immer wieder zur Strecke bringen können, aber ihre Nemesis nie. Und da er den Charakteren immer ein paar Erfahrungsstufen voraus war, war er auch immer eine Bedrohung für sie, die sie ernst zu nehmen hatten.

Ich glaube, meine Spieler haben mich dafür gehasst …🙂

Was mir auch noch im Gedächtnis geblieben ist, war Blargos Helm, welchen er ständig aufgrund eines verbrannten Gesichts trug (nein, es war nicht von Darth Vader inspiriert, sondern aufgrund der Miniatur, welche wir für ihn benutzten). Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, habe ich immer, wenn ich ihn darstellen musste, in ein großes Glas gesprochen, um seine Stimme ein wenig dumpfer klingen zu lassen. Hört sich aus der Entfernung betrachtet ein wenig albern an, war aber damals die erste „echte“ NSC-Verkörperung unserer Karriere …