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Es gab mal in den Anfangsjahren bei uns am Tisch drei nicht ganz ernstgemeinte „Goldene Regeln“: „Diskutiere am Tisch nicht über Regeln“ (die Regel hieß wörtlich eigentlich „Der Spielleiter hat immer Recht“, das klingt aber im Nachhinein zu hart und autoritär, es sollte bedeuten, dass bei strittigen Regelfragen der Spielleiter während des Spiels einen „Schiedsrichterentscheid“ trifft, der dann für den Rest des Abends gilt, und man nach dem Spiel gerne ausführlicher diskutieren kann), „Trinke nie aus dem Glas des Spielleiters“ (jeder hatte ein Glas mit einem anderen Muster) und letztendlich: „Würfel NIE mit den Würfeln des Spielleiters!“

Die ersten Würfel, mit denen ich gespielt hatte, lagen der Red Box von D&D bei, doch nach einigen D&D-Basis-Abenteuern und unzähligen Scharmützeln mit den Spielern waren die Ecken des 20-Seiters so abgewetzt, dass endlich mal ein neues Set hermusste. Also nach Essen zu „Spiel und Fantasy“ gefahren und dort neue Würfel gekauft, ich glaube, sie waren von Chessex. Da gab es mal eine Serie mit „Edelstein“-Würfeln – einer der Spieler kaufte sich die Smaragde (würfelt er heute noch mit), einer kaufte sich Saphire (würfelt er auch heute noch mit) und ich kaufte mir die Diamanten. Diese waren aus durchsichtigem Kunststoff und sahen echt schick aus. Natürlich wurde im Laden erst mal ordentlich probegewürfelt, bevor man sich für die Würfel entschied!

Mit diesen Würfeln durfte keiner würfeln. Absolutes Tabu!

Leider sind diese bei einem Umzug in irgendeiner Kiste verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Habe dann lange Zeit einfach die Würfel genutzt, die ausgeschiedene Mitspieler zurückgelassen hatten und mir irgendwann auf der Spiel ein paar Sets aus der Grabbelkiste mitgenommen. Hey, Aberglaube hin oder her, es sind bloß Würfel …