Schlagwörter

, , ,

Das wäre dann wohl Fantasy, ja, ich mag sogar die etwas gescholtene EDO-Fantasy. Ich finde es hier sehr einfach, einen gemeinsamen Vorstellungsraum aufzubauen, weil jeder (und damit meine ich auch Nicht-Rollenspieler) eine gewisse Vorstellung davon hat, wie denn das Mittelalter ausgesehen haben könnte, und durch den Publikumserfolg von „Herr der Ringe“ weiß auch fast jeder (und damit meine ich wiederum auch Nicht-Rollenspieler) etwas mit Elfen, Zwergen und Orks anzufangen. Man kann eigentlich ohne große Vorrede loslegen.

Außerdem finde ich es in diesem Genre am einfachsten, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen – phantastische Monster und Gegenspieler, abgedrehte Orte, epische Schlachten sind meiner Meinung nach einfacher umzusetzen, als in anderen Genres. Und wenn mal etwas klemmt und partout nicht funktionieren will, kann man immer noch die Magie als Erklärung hinzuziehen. Theoretisch könnte man mit Magie auch jedes Logikloch im Plot stopfen …😀

Allerdings mag ich keine deutliche Schwarz-/Weiß-Malerei, so wie es bei Fantasy doch häufig der Fall ist: die guten Helden gegen die bösen Schurken. Schön grau muss es sein! Ich mag SC mit Leichen im Keller genauso wie „gute“ NSC, die in Wirklichkeit nur nach eigenen Motiven arbeiten.

In letzter Zeit setzt jedoch ein gewisses „Sättigungsgefühl“ ein, was das Fantasy-Genre betrifft. Obwohl es nicht stimmt habe ich langsam das Gefühl, jede Geschichte schon einmal durchgespielt zu haben, und es dürstet ein wenig nach anderen Genres. Steampunk und Endzeit stehen momentan relativ oben auf der Liste. Mal gucken, zu was ich meine Spieler so überreden kann …