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Ich hab‘ mal zwei Tage Pause gemacht, denn außer der Tatsache, dass ich ein paar Hausregeln für D&D gebaut habe, hätte ich an Tag 13 nicht wirklich etwas zum Thema beisteuern können, und Frage 14 nach dem Einstiegssystem fand ich zu redundant zu Frage 1. Die D&D Red Box war’s, once again.

Die nicht-rollenspielenden Verwandten und Bekannten in meinem Umfeld kann man wohl in zwei Töpfe teilen: die einen wissen von meinem Hobby, es interessiert sie allerdings nicht großartig (was ja auch eine gewisse Art von Akzeptanz ist), oder sie haben zu Beginn mal interessierte Fragen gestellt, Rollenspiel aber nicht als so spannend empfunden, dass man es mal ausprobieren müsste.

Die anderen wissen nicht, dass ich rollenspiele. In den letzten Topf fallen vor allem viele Arbeitskollegen, da ich mein Hobby nicht unbedingt an die große Glocke hänge, wenn ich nicht das Gespür habe, mein Gegenüber könnte diesbezüglich auch nur ungefähr auf einer Wellenlänge liegen. Schon komisch, dass „Gärtnern“ als Freizeitbeschäftigung allgemein akzeptiert ist, dass man aber auf der anderen Seite das Gefühl hat, sich für sein Hobby „Rollenspiel“ rechtfertigen zu müssen, auch wenn das gar nicht stimmt.

Ich denke, die Akzeptanz hat auch viel damit zu tun, wie man sein Hobby beschreibt und darstellt, wenn man danach gefragt wird. Wenn ich jemandem, der vollkommen unbedarft ist, großspurig und in allen farbigen (d.h. blutroten) Details erzählen würde, wie ich denn letzten Samstag von der Rückbank eines Vans aus durch die geöffneten Schiebetüren mit meinem Sturmgewehr drei Ganger umgenietet habe, bevor diese überhaupt wussten, was los war (Shadowrun war los), würde dies mit Sicherheit auf Irritation, Unverständnis und wahrscheinlich gar Ablehnung treffen.

Ich bin eigentlich immer ganz gut damit gefahren, nicht von meinen Charakteren und deren Erlebnissen zu erzählen, sondern erst einmal die sozialen und interaktiven Komponenten darzustellen – Spieler, Spielleiter, seine Aufgabe, die Welt darzustellen und die Interaktion zwischen beiden. Es stimmt zwar nicht zu 100%, aber ich beschreibe Rollenspiel meist als „eine Mischung aus einem Brettspiel mit teilweise recht komplexen Regeln und Improvisationstheater“, was dann meist wenigstens so viel Interesse weckt, dass man dem Hobby nicht sofort abgeneigt gegenübersteht.