Schlagwörter

,

Ich habe ein ähnliches Problem wie gestern – natürlich sind auch Outgame viele Dinge in den 27 Jahren passiert, die im Gedächtnis geblieben sind, aber ich würde keines davon wirklich als „Verrückt“ beschreiben, außer – im Nachhinein betrachtet – vielleicht, als wir das erste Mal festgestellt haben, wie tief man sich doch in solch einer imaginären Welt verlieren kann.

Als wir so um die 20 waren, haben wir noch im ausgebauten Wohnkeller meines Elternhauses gespielt. Wir hatten uns an einem Samstag gegen Nachmittag getroffen und erst einmal lecker gegrillt (es war glaube ich irgendwann im Altweibersommer). Danach haben wir angefangen zu spielen. Dass es dunkel wurde, haben wir noch mitbekommen, haben dann weitergespielt … und gespielt … und gespielt. Dass es draußen mittlerweile wieder hell wurde, haben wir dann nicht realisiert, so sehr waren wir in unsere Welt und in unserem Spiel versunken.

Erst als meine Mutter die Kellertür öffnete und mit großen Augen erstaunt ein „Spielt ihr etwa immer noch?“ in den Raum warf, wurden wir aus unserer Imagination gerissen – es war mittlerweile ungefähr acht Uhr morgens. Also eine kurze Pause, Brötchen geholt, gefrühstückt, und dann noch bis zum Mittagessen weitergespielt.

Ist eigentlich etwas, was ich mittlerweile ein wenig vermisse – also nicht das „Die-ganze-Nacht-durchspielen“, sondern das „Sich-so-sehr-verlieren-dass-man-seine-Umgebung-vergisst“.