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Letztes Wochenende war ich mal wieder bei meinen Eltern zu Besuch. Dort gibt es im ausgebauten Wohnkeller immer noch unsere alte „Spielecke“, wo wir als Spät-Teens jeden Montagnachmittag D&D gespielt hatten. Und sie sieht immer noch so aus, wie wir sie vor zig Jahren verlassen hatten: Damals hatten wir aus allen möglichen Regel‑ und Settingbänden die Illustrationen kopiert und damit eine komplette Raumecke „tapeziert“. Hinzu kam noch ein DIN-A2-Poster von Ravenloft und ein paar Katalogseiten mit aktuell neu herausgebrachten Zinnfiguren, ich glaube von Hobby Products.

Aber was entdeckte ich da noch im Regal? Da standen doch tatsächlich noch ein paar Abenteuerbücher der Reihe „D&D Abenteuer ohne Ende“ … Ich wusste noch, dass ich diese mal besessen und als Jugendlicher gerne gelesen bzw. durchgespielt hatte, aber mir war gar nicht mehr bewusst, dass sie noch existieren!

Die Bücher sind 1983 direkt von TSR Hobbies, Inc. publiziert worden und 1984 vom C. Bertelsmann Verlag übersetzt und auf Deutsch veröffentlicht worden. In ihnen spielt man meist ein Kind oder einen Jugendlichen, der in einer Fantasy-Welt in ein Abenteuer verstrickt wird und, wie für Spielebücher typisch, Entscheidungen treffen muss, die Einfluss darauf haben, wie das Abenteuer weitergeht.

Insgesamt konnte ich sechs Bücher wiederfinden und habe diese natürlich sofort mit nach Hause genommen:

  • Band 1: Der Kampf der Zwerge
  • Band 2: Die Rache der Regenbogendrachen
  • Band 3: Die Säulen von Pentegarn
  • Band 5: Der Fluch des Winterzauberers
  • Band 6: Die Burg des schwarzen Drachen
  • Band 7: Das Schloss des Wahnsinns

Ich frage mich nur gerade, ob es sich lohnt, sie noch mal zu lesen und zu bespielen, oder ob man sie lieber gleich als nostalgische Erinnerung ins Bücherregal stellt. Ich habe den ersten Band mal kurz angelesen – der kindliche Protagonist definiert auch gleich die Zielgruppe, so dass Texte und Entscheidungen entsprechen einfach aufgebaut sind und man keine große Tiefe erwarten kann. Naja, vielleicht leichte Lektüre für die U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit.

 

P.S.: Man, jede Woche einen ganzen Nachmittag lang nur Rollenspiele spielen, da kommen dann noch mal wehleidige Gefühle dazu – davon sind wir nun meilenweit entfernt …😦