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„Die unsichtbare Grenze“, mein Beitrag zu „Owlbear’s and Goblin’s Labyrinth Lord“-Wettbewerb letztes Jahr, hatte ich ja eingereicht, ohne es vorher einem Spieletest unterzogen zu haben. Dies haben wir vor zwei Wochen bei Bier und Grill nachgeholt. Leider war die Netto-Spielzeit mit zwei Stunden sehr gering, so dass wir neben der Einführung in Regeln und Hintergrund sowie dem Verteilen und „Verstehen“ der vorgefertigten Charaktere kaum noch zum Spielen kamen und es nur bis zum „S“ schafften.

Ich hatte mich bei den Charakteren ganz klassisch Old-School für die berühmte Viererkombo aus Kämpfer, Kleriker, Magier und Dieb entschieden. Zusätzlich hatte ich den Spielern noch einen zusätzlichen Anreiz mitgegeben: sie konnten Preise in Form von magischen Gegenständen erspielen, welche dann ihren Hauptcharakteren in unserer eigentlichen D&D-Kampagne zugeschrieben werden: so gab es einen Preis für denjenigen, welcher das gesamte Abenteuer mit nur einem Charakter durchspielt, einen Preis für denjenigen, der umgekehrt die meisten Charaktere „verheizt“, und einen Publikumspreis für denjenigen, der auf die skurrilste Art ums Leben kommt.

Bisher leben noch alle, aber es sind bereits alle Heilträne und –zauber aufgebraucht. Und als nächstes kommt das Buchstabenrätsel …🙂 Mal sehen, wann wir es schaffen, den Rest des Abenteuers zu spielen.

Es war auf jeden Fall äußerst spaßig – Hack & Slay ohne groß nachdenken zu müssen und uns von überfrachteten Regelkonstrukten ablenken zu lassen. Wir fühlten uns alle ans Ende der 80er Jahre zurückversetzt, denn damals, vor mittlerweile 27 Jahren, begann unsere Rollenspielkarriere mit der Red Box von D&D und Abenteuern wir dem „Palast der Silberprinzessin“, „Rahasia“ oder dem „Hügel des Grauens“: Rein ins Dungeon, gegen die Monster kämpfen, die Schätze einsammeln, aufsteigen. Ach ja, eine Hintergrundgeschichte gab es ja auch noch …😉

Wir haben aber doch gemerkt, dass wir uns seit damals weiterentwickelt haben (oder neutraler ausgedrückt: einen anderen Spielstil gefunden haben), und uns nun auf Wesentlicheres als Kämpfe konzentrieren, wie Rollenspiel, Beziehungen und eine stimmige Geschichte. Mich juckt es trotzdem in den Fingern, noch einmal eines der alten Module auszupacken und komplett durchzuspielen. Aber zum einen fehlt mir hierzu die Zeit, zum anderen sollte man sich vielleicht den Glanz der Nostalgie nicht zerstören, indem man beim zweiten Durchspielen merkt, dass die Sachen doch nicht so toll waren, wie man sie in Erinnerung hat …