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So, ich habe gerade meinen Beitrag zu Owlbears & Goblins Labyrinth-Lord-Wettbewerb fertiggestellt. Allerdings zeigt mir mein Textverarbeitungsprogramm ein ziemlich ernüchterndes Ergebnis an, was die Anzahl der Zeichen angeht: 33.737!

Da war ich beim Schreiben wohl ein wenig „im Flow“ und habe die gewünschte maximale Länge von 20.000 Zeichen doch um knappe 68% überboten. Junge, Junge, da heißt es dann wohl: kürzen …

Auf jeden Fall werde ich die jetzt fertiggestellte Version dann nach Abschluss des Wettbewerbs als „Director’s Cut“ auf meinem Blog zur Verfügung stellen. Bis dahin muss erst mal der Fluff-Text dran glauben. Den möchte ich hier jetzt als Appetitanreger posten:

Hendryk stand wie versteinert, hatte weder Kraft noch Mut, sein Schwert festzuhalten. Er blickte über den Burghof, wo seine Kameraden der kleinen Garnison gegen den übermächtigen Feind zu bestehen versuchten. Zu seiner Linken lagen Rouwen und Olaf bereits tot am Boden, ausgemergelt und seltsam verkrümmt. Weiter vorne hatte Reik gerade seinen Kampf verloren, war auf die Knie gesunken und schrie vor Schmerz wie am Spieß, hörte gar nicht mehr auf zu schreien. Rechts hielt sich Joop zwar tapfer bei der Verteidigung eines Tordurchgangs, es war aber auch nur eine Frage der Zeit, bis er durch die unaufhörlich heranrollenden Wellen der Feinde übermannt werden würde. Doch dies war nicht ihre größte Sorge – diese war aus dem Kellereingang herangerollt, groß und unförmig, und tauchte Teile des Burghofs in dämmriges Zwielicht. So etwas Schreckliches hatte Hendryk noch nicht gesehen!

Sein Blick fiel auf Björindir, seinen kommandierenden Offizier. Er sah, wie dieser eine weitere der mit roter Flüssigkeit gefüllten Phiolen aus der Schlaufe an seinem Gürtel zog und sie auf seinen Gegner warf – doch wie schon die drei davor zerplatzte sie wirkungslos an der schwarzen Fläche, welche den Körper seines Feindes begrenzte, und der rote Inhalt ergoss sich nutzlos über den Boden. Wut mischte sich in seine Verzweiflung: „Verdammt, es funktioniert nicht! Diese elenden Magier haben uns verraten und verkauft!“, schrie er seinen Frust heraus.

Hendryk erwachte aus seiner Lethargie, als Reiks Schreie aufhörten und zu einem elenden Wimmern verkamen. „Rückzug!“, rief Hendryk aufgeregt und voller Verzweiflung, obwohl er in der Garnison überhaupt keine Befehlsgewalt hatte, „Rückzug, wir müssen uns zurückziehen und Verstärkung anfordern!“. Björindir blickte zu ihm hinüber. „Lauf, Hendryk“, befahl er, „lauf und informiere den König, er soll …“. Seine weiteren Worte erstarben in einem krächzenden Gurgeln, als sich eine nachtschwarze, klauenbewehrte Hand um Björindirs Kehle schloss und zudrückte. Hendryk rannte, wie ihm geheißen und so schnell er konnte, doch das schreckliche Bild und das Nachhallen des verzweifelten Gurgelns konnte er auf dem ganzen Weg nicht vergessen. Tränen rannen über seine Wangen.

So, verbleiben 31.505 Zeichen.😐