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Neben den bereits beschriebenen Familien des Imperiums haben sich auch eine ganze Reihe „arabischer“ Einwanderer in Mdina niedergelassen, so dass ein eigenes Stadtviertel mit ziemlich ungewöhnlich anmutenden Bauten entstand. Klar, dass diese Einwanderer auch ihre eigene Religion mitbrachten, die ein Gegengewicht zur allgegenwärtigen Kirche des „römischen“ Pantheons darstellt. Meinungsverschiedenheiten und kleinere Streitigkeiten zwischen den Religionsgemeinschaften waren zwar an der Tagesordnung, liefen jedoch überwiegend friedlich ab. Etwa 25 Jahre nach Errichtung der Stadt eskalierte jedoch ein lang anhaltender Streit in einem bewaffneten Konflikt, welcher später als „Wasserkrieg“ in die Annalen der Stadt eingeht.

Wie bereits beschrieben wurde die Stadt Mdina auf einem leicht zu verteidigen Feldplateau errichtet, leider weitab jeglicher Flüsse oder ähnlicher Versorgung mit Frischwasser. Auch der Bau eines Aquäduktes war aufgrund der Lage nicht möglich, daher musste eine andere Lösung für dieses Problem gefunden werden. Die damaligen Stadtväter hatten Glück – Mdina wurde auf den Ruinen einer seit mehreren Tausend Jahren verlassenen Elfenstadt errichtet, und die damals hier lebenden Elfen hatten das Problem bereits für die Gründer Mdinas gelöst: unterhalb der Stadt gibt es eine Kaverne, die ein Tor zur Elementarebene des Wassers beinhaltet, aus welchem ständig ein Strom frischen Wassers quillt. Im Rat der Stadt wurde beschlossen, dass eine dem Imperium nahestehende Fraktion die Kontrolle über das Portal erhalten soll, und so entschied man sich für die Priester der imperialen Kirche.

Unter den „arabischen“ Einwanderern fand sich mit der Familie Maroush schnell eine Fraktion, welche diese Regelung in Frage stellte und die Wasserversorgung der Stadt lieber vom Imperium losgelöst sehen wollte. Da die Familie großen Einfluss unter der Priesterschaft ihrer Religion hatte, kam es auf kurz oder lang zum Disput zwischen den Gemeinschaften. Dieser mündete letztendlich in einem offenen Kampf zwischen den jeweiligen Priestern, der in einer nie dagewesenen Schlacht auf dem Marktplatz der Stadt endete – nachdem die Anhänger der Familie Maroush mit Wasserelementaren in die Auseinandersetzung eingegriffen hatten, beschworen die Anhänger der imperialen Kirche Feuerelementare zu ihrer Unterstützung herbei. Jedoch unterlagen sie, nachdem einige ihrer eigenen Elementare außer Kontrolle gerieten und einige Gebäude der Stadt den Flammen zum Opfer gefallen sind. Seither kontrolliert die „arabische“ Kirche die Wasserversorgung.

Erste Amtshandlung der neuen „Eigentümer“ war die Errichtung eines Brunnenhauses, so dass die Bevölkerung der Stadt problemlos mit Wasser versorgt werden konnte. Jahre später bekamen sie vom Stadtrat die Erlaubnis, einen Wasserzoll zu erheben. Dieser beträgt zwar nur wenige Kupfermünzen pro Krug oder Fass, füllt aber beständig die Kassen des Tempels. Dies hat ihnen mit den Jahren den Neid der Händlergilde eingebracht, doch hierauf soll später näher eingegangen werden.

Aus der Geschichte des Wasserkrieges gehen für die Sandbox also weitere Fraktionen hervor (die Kirche des römischen Pantheons, der Tempel des arabischen Propheten, die Familie Maroush und  der Stadtrat), sowie entsprechende Schauplätze (die Kirche, der Tempel, das Herrenhaus der Familie Maroush, die Kaverne mit dem Portal, das Brunnenhaus, ein Hauptsitz für die Stadtverwaltung / den Stadtrat).