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Die Geschichte der Stadt Mdina ist relativ kurz und begann vor 109 Jahren. Damals befand sich die Welt im Krieg – ein Krieg, der nur als der „Große Krieg“ in die Annalen der Geschichte eingegangen ist. Die Bekannte Welt, zersplittert in unzählige Kleinstaaten und in ihre eigenen, kleinen Scharmützel verstrickt, wurde von den aus Norden einfallenden Aggressoren vollkommen überrascht. Augenscheinlich hatten sich die ansonsten verfeindeten Warlords aus dem Norden unter der Führung eines starken Anführers vereint und zogen somit das erste Mal an einem Strang. Niemand in der Bekannten Welt hat das Anlaufen der Kriegsmaschine bemerkt, bevor es zu spät war und die ersten Städte fielen.

Armeen aus Orks, Gnollen, Untoten, niederen Dämonen und versklavten Menschen, meist einfach nur als „die Horden“ tituliert, eroberten schnell die Randgebiete der Bekannten Welt. Viele Menschen und Halbmenschen wurden entweder brutal abgeschlachtet oder versklavt, um die Reihen der Armee weiter zu füllen – manchmal sogar beides, so wurden gefallene Verteidiger von den Todespriestern und Nekromanten des Feindes wiederbelebt und in die eigenen Reihen integriert.

Zum Glück trennt ein unwegsamer Gebirgszug die Länder der Bekannten Welt von der Wildnis im Norden. Daher gab es für die Horden nur wenige Wege, die sie wählen konnten – zum einen über die wenigen, dafür gut bewachten Gebirgspässe, zum anderen über den Seeweg. Hier nun spielt die Inselgruppe Lijas Naxra eine strategisch wichtige, aber von den Völkern der Bekannten Welt sträflich vernachlässigte Rolle. Obwohl die Insel eine Meerenge bewachen, welche die Aggressoren auf ihrem Weg nach Süden passieren mussten, lebten – aufgrund des rauen Klimas – nur ein paar Einsiedler auf den Inseln. So wurden sie schnell von der Armada des Feindes übernommen, welcher hier einen Brückenkopf für seinen weiteren Vormarsch etablierte.

Nach erbitterten Kämpfen und blutigen Verlusten konnten die Horden letztendlich von einer Allianz der Völker der Bekannten Welt geschlagen oder zumindest zurückgedrängt werden. So fiel auch die Inselgruppe Lijas Naxra wieder in die Hände der Allianz, und ein kluger Kopf bemerkte endlich deren strategische Bedeutung. Das „römische“ Imperium, welches bei der Zerschlagung der feindlichen Armada eine wesentliche Rolle gespielt hatte, annektierte das Land zur Errichtung eines Vorpostens. Die Inseln wurden als Präfektur in das Imperium eingegliedert.

Nicht nur die Lage der Inseln in der Meerenge machten die Insel strategisch wertvoll, auch deren Geographie selbst machte sie eigentlich zu einer idealen Verteidigungsstellung. So war fast die gesamte Hauptinsel von hohen Klippen umgeben, gegen die eine gefährliche Brandung tobte. Im Norden der Insel gab es einen natürlichen, aus Felsbuchten bestehenden Hafen, welcher von einem hohen Felsplateau aus überblickt werden konnte – die ideale Position für eine stark befestigte Verteidigungsstellung. Die einzigen Schwachpunkte der Insel waren zwei Buchen im Nordosten und im Süden der Insel, in welchem die Feldklippen zu einem seichten Sandstrand abfielen.

Der Kaiser verlieht vier Rittern, die sich im Krieg verdient gemacht und durch mutige Taten hervorgetan hatten, je ein Lehen auf der Inselgruppe und ernannte sie zu Baronen:

  • Baron Gaius Iunius bekam den südwestlichen Teil der Insel und nannte das Lehen Halathius Novo. Er bekam den Auftrag, die Stadt Mdina zu errichten. Schnell wurde das Hochplateau als vortrefflicher Standort für eine Hauptstadt auskundschaftet. Die Lehen wurden anschließend so verteilt, dass sich alle vier in diesem strategisch wichtigen Punkt trafen. Für seine Verdienste wurde der Baron später zum Präfekten der Inseln ernannt.
  • Baron Sebastianus Constantinus bekam den südöstlichen Teil der Insel und nannte ihn Kemmunett. Hier errichtete er eine massive Burg, um den Zugang zur südlichen der beiden Buchten zu bewachen und abzuriegeln. Um die Burg herum wuchs schnell ein kleines Dorf, welches den exotisch anmutenden Namen Marsaxlokk erhielt.
  • Baron Augustus McIntyre bekam den nordwestlichen Teil des Landes und nannte ihn Frydensthein. Auch er errichtete eine Burg an der nördlichen der beiden Buchten, um einen Zugang zur Insel auf diesem Weg zu versperren. Auch hier wuchs schnell ein Dorf um die Feste herum, welches seither Belieha heißt.
  • Baron Octavius Testaferratius letztendlich bekam den nordöstlichen Teil des Inseln und nannte ihn Marsamxett. In diesem Lehen lag auch der große Felsenhafen, so dass der Baron den Auftrag bekam, dort eine zweite Stadt und einen Hafen zu errichten. Die Stadt wurde Contumacia genannt – übersetzt etwa „unbeugsamer Stolz“.

Obwohl jeder der vier Barone sein eigenes Lehen und seine eigene Stadt oder Burg besaß, bürgerte es sich schon früh ein, dass die Barone selbst und ihre direkten Familienangehörigen lieber im befestigten Mdina weilten – weit von den gefährlichen Küsten weg, sicher im Landesinneren verborgen. So hat jede der Familien in der Stadt ein prächtiges Herrenhaus, in dem sie residiert, und sogar eine Straße mit ihrem eigenen Namen.

Somit gibt es aus der Geschichte der Stadt bedingt für die Sandbox schon einmal vier Fraktionen (die Familien Iunius, Constantinus, Testaferratius und McIntyre) nebst vier Schauplätzen, nämlich den dazugehörigen Herrenhäusern.

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