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So, nachdem ich in den letzten Wochen „drüben“ bei spielleiten die Karten für den Schauplatz des Monats April – „Das Badehaus“ – gemalt und ein paar NSC und Abenteuerideen beigesteuert habe, ist es an der Zeit, mich mal wieder um meinen eigenen Blog (und meine eigene Kampagne) zu kümmern.

Ich berichtete ja bereits in einem älteren Post, dass ich ein Problem mit „Railroading auf Seiten der Spieler“ hatte. Meine Spieler hatten eine Entscheidung getroffen, welche eigentlich den Ansichten und Meinungen der Charaktere zuwiderlief – und das nur, weil sie als Spieler zwanghaft dem Plot folgen wollten, den ich als Spielleiter vorbereitet hatte.

In den letzten Monaten habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, was man hier ändern könnte, und bin zu dem Schluss gekommen, wieder verstärkt in Richtung einer Sandbox zu gehen. Erfahrungen damit hatte ich während meiner ersten großen D&D-Kampagne bereits in den 90ern gemacht, und eigentlich recht gute.

Ursprünglich plane ich als nächsten Schritt meiner Kampagne ein paar Abenteuer in einer kleineren Stadt namens „Mdina“, welche an die gleichnamige Stadt auf der Insel Malta angelehnt ist (auch die Insel, auf welcher die Kampagne angesiedelt ist, ist eine „Fantasy-Version“ dieser Insel). Daher auch der Name des Projektes. Diese Stadt werde ich nun eher als Sandbox konzipieren, anstatt vollständig durchgeplottete Abenteuer vorzubereiten – stattdessen wird es nur einen Haufen NSC, Fraktionen, Schauplätze, kleinere Dungeons, Geschichte(n), Ereignisse, (magische) Gegenstände und deren Zusammenhänge geben, mit entsprechenden Aufhängern für kleinere Abenteuer oder Handlungsstränge.

Hierbei werde ich versuchen, dass die Spieler mehreren (ggf. unabhängigen) Handlungssträngen parallel folgen können. Leider ist es auch in meiner Gruppe nicht so, dass zu jeder Spielsitzung auch alle Spieler anwesend sind, und so ist es in der Vergangenheit schon öfters vorgekommen, dass ich zum Beispiel ein sehr kampflastiges Abenteuer vorbereitet hatte, dann aber der Spieler des Kämpfers und/oder des Klerikers nicht dabei war. Durch parallele Stränge können sich die Spieler spontan für die Handlung entscheiden, die zur aktuellen Gruppenzusammensetzung passt.

Zusätzlich dazu wird es einen Metaplot geben, welcher den Status Quo in der Stadt mehrmals über den Haufen werfen wird. Einige der oben erwähnten Aufhänger wird mit diesem Metaplot in Verbindung stehen, so dass sich die Charaktere nun entweder an diesem Metaplot beteiligen und ihn somit beeinflussen können, oder aber sie können ihn links liegen lassen. In beiden Fällen werden sie aber mit den Ereignissen konfrontiert und bekommen die Konsequenzen zu spüren.

Manchen mag dieses Konzept nicht „Sandbox genug“ sein, zum Beispiel aufgrund der restriktiven Beschränkung der SC auf eine Stadt oder aufgrund des Vorhandenseins eines Metaplots. Aber es ist ein Konzept, welches meiner Meinung nach am besten zu den Spieler meiner Gruppe und einigen organisatorischen Rahmenbedingungen passen wird.

Das Ganze habe ich „Projekt“ genannt, weil es natürlich einiges an Aufwand erfordert, alle Bestandteile dieser Sandbox auszuarbeiten – und damit ich diese Arbeit nicht nur für mich selbst und meine Spieler mache, werde ich die einzelnen Bauteile nach und nach hier auf diesem Blog veröffentlichen. Vielleicht mag ja der ein oder andere mit diesen Bauteilen oder gar dem „Gesamtkunstwerk“ etwas anfangen. Auch kritische Kommentare oder Verbesserungsvorschläge sind jederzeit willkommen.